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Herzlich Willkommen auf dem Blog der Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe / Hamburg und die frühe Globalisierung“ der Universität Hamburg.
Unter der Leitung Prof. Dr. Jürgen Zimmerers untersucht die Forschungsstelle die Verbindungen und Nachwirkungen des Kolonialismus in Hamburg, Deutschland und den ehemaligen Kolonien. Die Forschungsstelle wird dabei die Dynamiken, Repräsentationen, Nachwirkungen und Kontroversen des (deutschen) Kolonialismus und der Globalisierung (oder richtiger: der Kolonialismen und Globalisierungen) in Vergangenheit und Gegenwart und ihre komplexen Verbindungen und Bedeutungen für postkoloniale Gesellschaften an exemplarischen Fallbeispielen erforschen.
Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich an der Diskussion zu beteiligen und uns Kommentare hier im Blog oder auf Facebook zu hinterlassen. Sollten Sie uns schreiben wollen, so nutzen Sie bitte das Kontaktformular.
Welcome to the blog of the Research Centre “Hamburg‘s (post-)colonial legacy/ Hamburg and early globalization” of the University of Hamburg.
Under the directorship of Prof. Dr. Jürgen Zimmerer the Research Centre investigates the connections and the aftermath of colonialism in Hamburg, Germany and the former colonies.
On these pages we will examine the dynamics, representations, legacies and controversies of the globalization and (German) colonialism (or more correctly, the globalizations and colonialisms) past and present and their complex connections and meanings for postcolonial societies using the example of Hamburg.
We invite you to participate in the discussion and to leave us comments here on the blog & on facebook. If you want to write us, please use the contact form.

Vorlesungsreihe: Humboldt, und was nun? Kolonialismus, Raubkunst und die Zukunft der Museen

By |Juli 3rd, 2019|Categories: Allgemein|

Das Humboldt Forum im wiedererrichteten Berliner Stadtschloss sorgt seit einigen Jahren für intensive Diskussionen. Die geplanten Ausstellungen mit zahlreichen Objekten, die durch europäische Kolonialmächte geraubt wurden, stießen eine breite Debatte um die Aufarbeitung des Kolonialismus an. Angesichts von Restitutionsforderungen insbesondere aus Afrika steht seit einiger Zeit die Rolle von Museen in Deutschland, aber auch anderen Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Belgien im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. In der Vorlesungsreihe werden einige der wichtigsten Beteiligten der Diskussionen der letzten Jahre zu Wort kommen. Anlässlich der 2020 anstehenden Eröffnung des Humboldt Forums werden sie ein Zwischenfazit ziehen sowie einen Ausblick wagen auf die [...]

Gegen eine Verengung der Provenienzforschung: Prof. Dr. Jürgen Zimmerer und Prof. Dr. Philipp Osten (UKE) im Deutschlandfunk über ihre Kritik an der Forschungsförderung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg.

By |November 7th, 2019|Categories: Allgemein|

Welche Grenzen werden der Provenienzfoschung gesetzt? Um diese Frage dreht sich aktuell eine Debatte zwischen Prof. Dr. Philipp Osten und Prof. Dr. Jürgen Zimmerer auf der einen und dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste (DZK) in Magdeburg mit seiner neu eingerichteten Förderlinie zur Erforschung kolonialer Kontexte auf der anderen Seite. Konkret im Mittelpunkt steht ein Projektantrag zur Aufarbeitung der Geschichte von derzeit noch 75 Human Remains aus aller Welt im Medizinhistorischen Museum Hamburg, die einem kolonialen Kontext zugeordnet werden können. Das DZK hatte Gelder nur für die Erforschung der Herkunft der Human Remains bewilligt, nicht aber für die Untersuchung von deren Verwendung [...]

Kolloquium “Neuere Forschungen zur Kolonial- und Globalgeschichte“, Prof. Dr. Jürgen Zimmerer, Wintersemester 2019/20

By |November 6th, 2019|Categories: Allgemein|

Donnerstags, 10-12 Uhr Die Veranstaltungen sind hochschulöffentlich. Teilnahme auf Einladung und nach bestätigter Anmeldung. Anmeldungen per E-Mail an: kolonialismus@uni-hamburg.de  Programm: Datum Titel Referent*in / Gast 20.09.2019 “Amani: Musealizing a Colonial Research Station” Flower Manase National Museum of Dar es salaam 24.10.2019 Werkstattberichte: „The Benin Bronzes. Globalising the Colonial Looting of Art“ Jonas Ehrsam, Isabel Eiser, Idahoso Ojo, Universität Hamburg, University of Benin City Montag, 11.11.2019 11-13 Uhr “Open the museums’ inventories. On current questions of the restitution debate” Prof. Dr. Felwine Sarr Université Gaston Berger, St. Louis, Senegal 05.12.2019 „Auseinandersetzung mit der kolonialen Sammlung aus Kamerun im Übersee-Museeum Bremen: Vorstellung [...]

„Man kann nur mit der Aufarbeitung des kolonialen Erbes beginnen, wenn man weiß, was in den Museen ist“– Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Welt-Interview

By |November 5th, 2019|Categories: Allgemein|

„In keiner anderen Stadt Deutschlands“, so Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Interview mit der Welt, sei das koloniale Erbe in so vielen Themenkomplexen sichtbar wie in Hamburg. Der Hafen als Ausgangspunkt für den Genozid an Herero und Nama ist ein Beispiel, besonders aber die Museen mit ihren kolonialen Sammlungen sind aktuell Thema. Daher beteiligte sich Zimmerer als einer der Erstunterzeichnenden am Aufruf ‚Öffnet die Inventare‘. Im Interview mit der Welt betonte er nun die Bedeutung einer Veröffentlichung der Inventarlisten, denn „Offenheit und Transparenz“ seien zentral für den Umgang mit den musealen Beständen. Gerade in Hamburg sei, so Zimmerer, daher nach [...]

VIDEO: Prof. Dr. Jürgen Zimmerer: „Humboldt, und was nun? Humboldt Forum, koloniale Amnesie und aktuelle Identitätsdebatten“

By |November 4th, 2019|Categories: Humboldt und was nun?, Video|

Im Eröffnungsvortrag unserer Vorlesungsreihe "Humboldt, und was nun?" zeichnet Prof. Dr. Jürgen Zimmerer die großen Linien der Debatte um das Humboldt Forum nach, und ordnet diese in die Diskussion über das koloniale Erbe Deutschlands ein. Was der Idee nach „eine neue Meistererzählung der deutschen Geschichte“ prägen sollte, ist in eine „Schieflage“ geraten, beschreibt Zimmerer den Status Quo des Humboldt Forums. Es bilde einen „Ausweis der in Deutschland vorherrschenden kolonialen Amnesie“ angesichts der konzeptuellen Leerstellen in Blick auf Kolonialismus und strukturellen Eurozentrismus. Laut der Gründungsintendanz sollte das Museum für die „Universalgeschichte der Menschheit“ stehen, die Objekte für sich selbst. Aber, so [...]

Gegen kontextlose Provenienzforschung: Forschungsstelle und Medizinhistorisches Museum Hamburg verzichten auf teilbewilligtes Projekt

By |Oktober 25th, 2019|Categories: Allgemein|

Warum die Forschungsstelle 'Hamburgs (post-)koloniales Erbe' und das Medizinhistorische Museum Hamburg ein vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste teilweise bewilligtes Projekt nicht annehmen: Der gemeinsam von Prof. Dr. Jürgen Zimmerer und Prof. Dr. Philipp Osten gestellte Antrag zielte darauf ab, die Verwendung von menschlichen Schädeln aus kolonialen Kontexten in der Sammlung der Staatskrankenanstalt Friedrichsberg, der damaligen Hamburger Psychiatrischen Universitätsklinik in der psychiatrischen, kultur- und „rassen“-anthropologischen Forschung zu untersuchen und den Handel mit den Human Remains in Hamburg und in den Herkunftsländern aufzuklären. Der Teil des Forschungsprojekts, der sich mit dem Umgang mit Human Remains in der Institution befassen sollte, wurde mit der [...]

‚Öffnet die Inventare!‘ – Appell zur schnellstmöglichen Veröffentlichung der Inventarlisten deutscher Museen

By |Oktober 17th, 2019|Categories: Allgemein|Tags: , , |

Namhafte Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen fordern die deutsche Bundesregierung, Länder und Kommunen dazu auf, die Inventarlisten zu kolonialen Beständen der ihnen unterstehenden Museen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Transparenz sei Voraussetzung für einen echten Dialog, so die Erstunterzeichnenden, darunter Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Achille Mbembe, Prof. Dr. Felwine Sarr, Prof. Dr. Bénédicte Savoy und Prof. Dr. Jürgen Zimmerer. Der Aufruf tritt ausdrücklich der Position entgegen, dass der Veröffentlichung eine ausführliche Aufbereitung der Inventarlisten vorausgehen müsse. Ein schneller, unbeschränkter Zugang besitze Priorität gegenüber langwierigen Arbeiten zu den Inventaren; dazu reichten einfache Digitalisate und Listen aus. Nur so könnte [...]

Theater Postkolonial: Gelungenes Kampnagel-Gastspiel ‚HERERO_NAMA – A History of Violence‘

By |Oktober 2nd, 2019|Categories: Allgemein|Tags: , , , |

Bericht von Ulrike Peters und Nils Schliehe: Am vergangenen Wochenende war das Schauspiel Köln mit Nuran David Calis Performance ‚HERERO_NAMA – A History of Violence‘ zu Gast auf Kampnagel in Hamburg. Das starke und emotionale Stück bringt Schauspieler*innen, Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen auf der Bühne zusammen, um ein wichtiges Kapitel deutscher Kolonialgeschichte zu thematisieren und gleichzeitig alltäglichen und strukturellen Rassismus, globale Ungleichheit und den aktuellen Stand der deutschen Erinnerungskultur zu hinterfragen. Die Performance verfolgt einen biografischen Ansatz und so werden die Zuschauer*innen gleich zu Anfang mit den Lebensläufen der Nama und Herero Aktivist*innen Christel Ihmann und Israel Kaunatjike bekannt gemacht. Als [...]

Im Gespräch mit der französischen Tageszeitung ‚Liberation‘: Prof. Dr. Jürgen Zimmerer fordert unmittelbare Restitutionen statt intransparenter Provenienzforschung

By |September 30th, 2019|Categories: Allgemein|

Das Vorgehen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bei der aktuell angekündigten Rück-Leihe von 23 Objekten aus Namibia kritisiert Prof. Dr. Jürgen Zimmerer als in vielerlei Hinsicht unzureichend: Forschung zu 1400 Objekten sei nicht innerhalb weniger Monate möglich. Außerdem sei es inakzeptabel, dass „die Nutznießer kolonialer Plünderungen die Provenienzforschung selbst in der Hand“ hätten. Stattdessen sei Transparenz und eine unabhängige Forschung notwendig. Statt langwieriger Debatten wäre eine unmittelbare Restitution aller geraubten Objekte erforderlich, betont Zimmerer mit Bezug auf die Benin-Bronzen. Auch im Fall der Verhandlungen um eine Entschädigung für den Genozid an Herero und Nama bemängelt Zimmerer die Bereitschaft für ein echtes [...]

Eine „Identitätsdebatte Europas“, die niemand führen möchte – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Gespräch mit der Rheinischen Post über Geschichte und Auswirkungen des Kolonialismus

By |September 24th, 2019|Categories: Allgemein|

Über die deutsche Kolonialgeschichte und die heutigen Folgen des Kolonialismus spricht Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Wissenspodcast ‚Praktisch Faktisch‘ von rp online. Die Debatte gewinne erst seit wenigen Jahren wieder an Fahrt, nachdem die deutsche Kolonialgeschichte lange wenig Aufmerksamkeit erhielt – aufgrund des frühen Verlusts der Kolonien, einer Verklärung der deutschen Kolonialherrschaft und des Fokus auf die Aufarbeitung des Nationalsozialismus in der Nachkriegszeit, so Zimmerer. Allerdings sei mehr Aufmerksamkeit für das Thema notwendig angesichts der deutschen Mitwirkung an der europäischen Expansion seit dem 16. Jahrhundert und der offiziellen Kolonialherrschaft ab 1884 mit hunderttausenden Opfern. Daher sei die weit verbreitete Verklärung [...]

Termin: „Vergangenheit, die nicht vergehen will? 135 Jahre deutsche Kolonialgeschichte“ (19.9.2019, Otto-von Bismarck-Stiftung Friedrichsruh)

By |September 12th, 2019|Categories: Allgemein|

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Zimmerer am Donnerstag, 19. September 2019, um 19.30 Uhr. Otto-von Bismarck-Stiftung, Historischer Bahnhof, Am Bahnhof 2, 21521 Friedrichruh. Erbeten ist eine persönliche Anmeldung unter 04104-9771-O oder info@bismarck-stiftung.de

Gegen „leere Symbolik“ in den Namibia-Verhandlungen: Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Hessischen Rundfunk

By |September 9th, 2019|Categories: Allgemein|

Die Gespräche von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit Herero und Nama während seiner Namibia-Reise seien möglicherweise sogar kontraproduktiv gewesen, so Prof. Dr. Jürgen Zimmerer in der HR2-Sendung ‚Der Tag‘ mit dem Thema ‚Tschuldigung! Namibia wartet. Deutschland zögert.‘ Müller hatte sich im Zusammenhang mit den Verhandlungen über die deutsche Entschuldigung für den Genozid der Jahre 1904-08 mit Nachfahren getroffen, allerdings nicht mit den wichtigsten Kritiker*innen des aktuellen Vorgehens wie etwa den offiziellen Vertretungen von Herero und Nama. Das hält Zimmerer nicht für zielführend: Gespräche nur mit ausgewählten Befürworter*innen der Verhandlungen könnten die Gegner*innen zusätzlich verärgern. Versöhnungsgesten der Bundesregierung seien „leere Symbolik“, solange [...]

„Angst vor dem Präzedenzfall“ – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer in der Tagesschau über die Verhandlungen der Bundesregierung mit Herero und Nama

By |September 5th, 2019|Categories: Allgemein|

Über die Hintergründe der zögerlichen Haltung der Bundesregierung in den Verhandlungen mit Herero und Nama sprach Prof. Dr. Jürgen Zimmerer anlässlich der Reise von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller nach Namibia. Dass Gespräche Müllers mit einzelnen Herero und Nama zielführend seien, bezweifelte Zimmerer: „Die Gefahr ist groß, dass die überwiegende Mehrheit der Herero und Nama verärgert wird.“ Die offiziellen Vertreter von Herero und Nama würden etwa seit Jahren nicht berücksichtigt, stattdessen nur mit der Namibischen Regierung verhandelt. Die Reaktion der Nama Traditional Leaders Association bestätigte diese Einschätzung. Die Angst vor Reparationszahlungen an die Herero und Nama bilden den Grund, wieso die [...]