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Herzlich Willkommen auf dem Blog der Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe / Hamburg und die frühe Globalisierung“ der Universität Hamburg.
Unter der Leitung Prof. Dr. Jürgen Zimmerers untersucht die Forschungsstelle die Verbindungen und Nachwirkungen des Kolonialismus in Hamburg, Deutschland und den ehemaligen Kolonien. Die Forschungsstelle wird dabei die Dynamiken, Repräsentationen, Nachwirkungen und Kontroversen des (deutschen) Kolonialismus und der Globalisierung (oder richtiger: der Kolonialismen und Globalisierungen) in Vergangenheit und Gegenwart und ihre komplexen Verbindungen und Bedeutungen für postkoloniale Gesellschaften an exemplarischen Fallbeispielen erforschen.
Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich an der Diskussion zu beteiligen und uns Kommentare hier im Blog oder auf Facebook zu hinterlassen. Sollten Sie uns schreiben wollen, so nutzen Sie bitte das Kontaktformular.
Welcome to the blog of the Research Centre “Hamburg‘s (post-)colonial legacy/ Hamburg and early globalization” of the University of Hamburg.
Under the directorship of Prof. Dr. Jürgen Zimmerer the Research Centre investigates the connections and the aftermath of colonialism in Hamburg, Germany and the former colonies.
On these pages we will examine the dynamics, representations, legacies and controversies of the globalization and (German) colonialism (or more correctly, the globalizations and colonialisms) past and present and their complex connections and meanings for postcolonial societies using the example of Hamburg.
We invite you to participate in the discussion and to leave us comments here on the blog & on facebook. If you want to write us, please use the contact form.

Der Beginn der Globalisierung – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Deutschlandfunk über Magellans Weltumsegelung

By |August 12th, 2019|Categories: Allgemein|

„Mit der ersten Weltumsegelung wurde die Erde als Globus, als Kugel, zum Erfahrungs- und Vorstellungsraum“ erklärt Prof. Dr. Jürgen Zimmerer in Deutschlandfunk Kultur. Somit beginne die Globalisierung mit der ersten Weltumsegelung, obwohl unklar sei, ob Ferdinand Magellan überhaupt das Ziel verfolgt habe, die Welt zu umsegeln. Konkret sei es ihm hauptsächlich darum gegangen, einen Seeweg zu den Molukken zu finden, um eine weitere Route im Gewürzhandel zu etablieren. Auch wenn Magellan auf der Reise starb, kehrte ein Schiff der Expedition nach fast 3 Jahren nach Spanien zurück. Die erste Weltumsegelung sei ein großer „symbolischer Akt“, so Zimmerer: Von nun an [...]

Unsere Ausstellung ‚Oviziere – Somgu‘ eröffnete in Windhoek: Das namibische Fernsehen und die größte Tageszeitung berichten

By |Juli 31st, 2019|Categories: Presseschau|Tags: , , |

Die aus dem namibisch-deutschen Projekt der Forschungsstelle ‚Hamburgs (post-)koloniales Erbe‘ entstandene und von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Ausstellung ‚Oviziere – Somgu. From Where Do We Speak?‘ erhält anlässlich der Eröffnung in Windhoek auch in Namibia große Aufmerksamkeit. So berichtete der namibische öffentlich-rechtliche Fernsender Namibian Broadcasting Corporation (NBC) über die Veranstaltung. (Zum Video) Die beteiligte Künstlerin und ehemalige Stipendiatin in Hamburg, Vitjitua Ndjiharine, stellt darin das Konzept der Ausstellung vor. Sie basiere auf der Idee multiperspektivischer Betrachtung: Zentral sei „this idea of multivocality, of multiple voices, multiple perspectives coming together to debate a very difficult topic, and this is absolutely [...]

Meet our Team: Idahosa Osagie Ojo

By |Juli 24th, 2019|Categories: Meet our Team|

Idahosa Osagie Ojo is a Nigerian historian with research interest in colonial and postcolonial history of Africa. He is a scholarship holder in our project, the Benin Bronzes: Globalising the Colonial Looting of Arts supported by the Gerda Henkel Foundation, where he works with Isabel Eiser and Jonas Ehrsam. His research will lead to a doctoral thesis, the Colonial Looting and Internationalisation of the Benin Bronze Sculptures. The Benin Bronze Sculptures are spectacularly complex and emblematic royal art objects belonging to the Benin people of Nigeria. These intricate bronze sculptures suddenly became the subject of global searchlights when British troops, [...]

„Eine Aneignung der Fotografien durch die Nachkommen der Fotografierten“ – Prof Dr. Jürgen Zimmerer im Deutschlandfunk über die Ausstellung Ovizire-Somgu in Windhoek

By |Juli 18th, 2019|Categories: Interview, Presseschau|Tags: , |

Die Ausstellung ‚Oviziere-Somgu: From Where Do We Speak?‘  über die Auseinandersetzung mit der deutsch-namibischen Geschichte und insbesondere den Genozid der Jahre 1904-1908 eröffnete vergangene Woche in der National Art Gallery of Namibia (NAGN). Prof. Dr. Jürgen Zimmerer sprach mit Deutschlandfunk Kultur: Fazit über die von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Ausstellung, die auf einem von der Forschungsstelle ‚Hambugs (post-)koloniales Erbe‘ initiierten Kunst- und Geschichtsprojekt beruht. Das Projekt beschäftigt sich mit historischen Fotografien aus Namibia, zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine deutsche Kolonie, die heute in deutschen Museen lagern. Diese Bilder zeigten zahlreiche Menschen, die unter der Kolonialherrschaft lebten, über die [...]

Meet our Team: Jonas Ehrsam

By |Juli 17th, 2019|Categories: Meet our Team|

Jonas Ehrsam ist seit Dezember 2018 Stipendiat an der Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe“. Als einer von drei DoktorandInnen im Projekt „The Benin Bronzes. Globalising the Colonial Looting of Art“ arbeitet er gemeinsam mit Isabel Eiser und Idahosa Ojo und befasst sich mit dem Handel der 1897 bei der Zerstörung des Palastes des Oba von Benin geplünderten  „Benin-Bronzen“. Seit dem Raub durch britische Truppen wurden die Objekte (ihre Anzahl wird auf mehrere tausend geschätzt) sowohl durch Museen, als auch durch private Sammlerinnen und Sammler zu Spitzenpreisen gehandelt.  Auf dem Markt erscheinen sie dabei als hybride Objekte, teils charakterisiert als Ethnografika, teils [...]

Meet our Team: Isabel Eiser

By |Juli 10th, 2019|Categories: Meet our Team|

Isabel Eiser ist seit 2018 Promotionsstipendiatin in dem Forschungsprojekt „Die ‚Benin-Bronzen‘. Die Globalisierung des kolonialen Kunstraubs“, geleitet von Prof. Dr. Jürgen Zimmerer und gefördert durch die Gerda-Henkel-Stiftung. Hier arbeitet sie im Team mit Idahosa Ojo und Jonas Ehrsam. Für ihr Promotionsvorhaben untersucht sie die Rezeptionsgeschichte der Objekte aus Benin in Europa und Afrika und ihren Einfluss auf koloniale und rassistische Denkmuster sowie Aneignungsstrategien und Emanzipationsbestrebungen in Populärkultur, Kunst, Wissenschaft und Internationalem Recht. Ihre Analyse der Rezeptionsgeschichte der ‚Benin-Bronzen‘ will Diskurse und Akteursnetzwerke sowie damit verbundene Wissen-Macht-Konstellationen aufdecken und den semantischen Wandel der Objekte offenlegen – von Kriegsbeute und Propagandainstrument hin [...]

Wir müssen uns „bewusst machen, dass unsere Museen geraubte Objekte zu Tausenden oder Zehntausenden haben“ – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Interview mit detektor.fm

By |Juli 8th, 2019|Categories: Interview, Presseschau|Tags: , |

Der Umgang mit Raubkunst in europäischen Museen war Thema eines Interviews von detektor.fm mit Prof. Dr. Jürgen Zimmerer anlässlich der Veröffentlichung der 2. Fassung des mit seiner Beteiligung entstandenen ‚Leitfaden zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten‘ des deutschen Museumsbundes. Zimmerer betonte, dass die Debatte sich nicht auf eindeutig geraubte Objekte aus der Zeit einer formalen deutschen Kolonialherrschaft beschränke, sondern weitaus mehr Gegenstände zu berücksichtigen sind. Das gesamte Ausmaß des Problems sei in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen: „Das Wichtigste ist, dass wir uns überhaupt diese Sachlage bewusst machen, dass unsere Museen geraubte Objekte zu Tausenden oder Zehntausenden haben.“ Weiterhin [...]

Unsere Ausstellung Ovizire. Somgu: From Where Do We Speak geht nach Namibia

By |Juli 4th, 2019|Categories: Allgemein|

Während die Verhandlungen zwischen der deutschen und der namibischen Regierung über eine Aussöhnung und Entschuldigung für den Völkermord an den Herero und Nama im kolonialen Namibia (1904-1908) nicht vorrankommen, setzt unser Projekt ein Zeichen. Die 2018/19 in Hamburg gezeigte Ausstellung mit Künstler*innen und Historiker*innen aus Namibia und Deutschland wird ab 11. Juli 2019 in National Art Gallery of Namibia (NAGN) Windhoek zu sehen sein. Prof. Dr. Jürgen Zimmerer betont die Bedeutung einer zivilgesellschaftlichen Auseinandersetzung, denn „wo die Politik stockt, können Wissenschaft und Kunst einen Beitrag leisten. Die Aussöhnung ist ein zu hohes Gut, als dass es nur Diplomat*innen, Politiker*innen und [...]

Vorlesungsreihe: Humboldt, und was nun? Kolonialismus, Raubkunst und die Zukunft der Museen

By |Juli 3rd, 2019|Categories: Allgemein|

Das Humboldt Forum im wiedererrichteten Berliner Stadtschloss sorgt seit einigen Jahren für intensive Diskussionen. Die geplanten Ausstellungen mit zahlreichen Objekten, die durch europäische Kolonialmächte geraubt wurden, stießen eine breite Debatte um die Aufarbeitung des Kolonialismus an. Angesichts von Restitutionsforderungen insbesondere aus Afrika steht seit einiger Zeit die Rolle von Museen in Deutschland, aber auch anderen Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Belgien im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. In der Vorlesungsreihe werden einige der wichtigsten Beteiligten der Diskussionen der letzten Jahre zu Wort kommen. Anlässlich der 2020 anstehenden Eröffnung des Humboldt Forums werden sie ein Zwischenfazit ziehen sowie einen Ausblick wagen auf die [...]

Afrikanische Journalist*innen zu Gast in der Forschungsstelle

By |Juni 27th, 2019|Categories: Allgemein|Tags: , |

Afrikanisch-Deutscher Austausch über die Aufarbeitung des Kolonialismus: Eine Gruppe von Journalist*innen aus dem südlichen Afrika besuchte am 25.06.2019 die Forschungsstelle ‚Hamburgs (post-)koloniales Erbe‘. In einer lebhaften Diskussion berichteten die Gäste von den Debatten in ihren Heimatländern und das Team der Forschungsstelle präsentierte die aktuelle Forschungsarbeit. Die Journalist*innen aus Namibia, Botswana, Simbabwe, Südafrika und Kenia sind Stipendiat*innen des IJP-Austauschprogramms der Bundesregierung. Nach dem Besuch in Hamburg setzten sie ihre vom Goethe-Institut organisierte Reise durch Deutschland fort, bevor sie als Gastredakteur*innen in verschiedenen Medienhäusern tätig sein werden.

‚Menschen müssen die Kunst ihrer Vorfahren ansehen können‘ – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im NDR-Interview zu den Restitutionsdebatten

By |Juni 26th, 2019|Categories: Interview, Presseschau|Tags: |

Die Debatten um die Restitution von Objekten aus kolonialen Kontexten sind Thema im zweiten Teil des Interviews von Prof. Dr. Jürgen Zimmerer mit ‚Forum Zeitgeschichte‘ von NDR-Info. Teil 1 widmete sich der deutschen Kolonialgeschichte und insbesondere der Auseinandersetzung mit dem Genozid an den Herero und Nama (hier unsere Meldung ). Prof. Dr. Jürgen Zimmerer wies in diesem Teil des Interviews besonders auf einige Absurditäten der Debatten um Raubkunst hin. So verweigerten sich viele europäische Museen etwa der Restitution von Benin-Bronzen komplett, obwohl sie oft nur einen Teil ihrer Bestände ausstellen und die Mehrheit in Magazinen liege. In vielen Herkunftsgesellschaften sind [...]

Pressemitteilung: „Hamburg’s Postcolonial Lecture“ – Die Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe“ eröffnet Vortragsreihe in der Handelskammer Hamburg mit Felwine Sarr, Montag 11.11.2019, 18 Uhr.

By |Juni 24th, 2019|Categories: Allgemein|

Die Welt erlebt derzeit eine Epochenwende. Die Globalisierung ist in ihrer postkolonialen Phase angekommen. Die „Dezentrierung“ Europas in der globalisierten Welt wirft neue Fragen des Selbstverständnisses und des Umgangs mit der – oft gewaltvollen – Vergangenheit auf. Nachdem die europäischen Kolonialmächte ab Ende des 19. Jahrhunderts den afrikanischen Kontinent ohne Rücksichtnahme auf die Bewohnerinnen und Bewohner unter sich aufteilten und ausbeuteten, ist es im 21. Jahrhundert höchste Zeit, die Beziehungen zwischen Afrika und Europa neu zu denken. In Kooperation mit der Handelskammer Hamburg hat die Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung“ den international renommierten senegalesischen Ökonomen Felwine Sarr [...]