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Herzlich Willkommen auf dem Blog der Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe / Hamburg und die frühe Globalisierung“ der Universität Hamburg.
Unter der Leitung Prof. Dr. Jürgen Zimmerers untersucht die Forschungsstelle die Verbindungen und Nachwirkungen des Kolonialismus in Hamburg, Deutschland und den ehemaligen Kolonien. Die Forschungsstelle wird dabei die Dynamiken, Repräsentationen, Nachwirkungen und Kontroversen des (deutschen) Kolonialismus und der Globalisierung (oder richtiger: der Kolonialismen und Globalisierungen) in Vergangenheit und Gegenwart und ihre komplexen Verbindungen und Bedeutungen für postkoloniale Gesellschaften an exemplarischen Fallbeispielen erforschen.
Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich an der Diskussion zu beteiligen und uns Kommentare hier im Blog oder auf Facebook zu hinterlassen. Sollten Sie uns schreiben wollen, so nutzen Sie bitte das Kontaktformular.
Welcome to the blog of the Research Centre “Hamburg‘s (post-)colonial legacy/ Hamburg and early globalization” of the University of Hamburg.
Under the directorship of Prof. Dr. Jürgen Zimmerer the Research Centre investigates the connections and the aftermath of colonialism in Hamburg, Germany and the former colonies.
On these pages we will examine the dynamics, representations, legacies and controversies of the globalization and (German) colonialism (or more correctly, the globalizations and colonialisms) past and present and their complex connections and meanings for postcolonial societies using the example of Hamburg.
We invite you to participate in the discussion and to leave us comments here on the blog & on facebook. If you want to write us, please use the contact form.

„Es kann doch nicht sein, dass afrikanische Kunst nur hier zu sehen ist?“ – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Gespräch mit duitslandinstituut.nl

By |Juni 14th, 2019|Categories: Presseschau|Tags: , |

Die deutsche Raubkunstdebatte erhält zunehmend internationale Aufmerksamkeit. So widmet die Website des unabhängigen, mit der Universiteit van Amsterdam verbundenen Duitsland Instituut dem Thema eine Serie. Zum Auftakt thematisiert ein Beitrag das Humboldt Forum und die Aufarbeitung des Genozids an den Herero und Nama. Prof. Dr. Jürgen Zimmerer kritisierte im Gespräch mit duitslandinstituut.nl die geringe Bereitschaft deutscher Museen zur Restitution von bekannter Raubkunst wie der Benin-Bronzen. Auch wenn einzelne Rückgaben wie aktuell die des portugiesischen ‚Cape Cross‘ an Namibia zu begrüßen seien, dürften solche weniger umstrittenen Objekte nicht von den wichtigsten Fragen ablenken. Forschung zu den bedeutendsten Objekten ist gefragt, bei [...]

Projektstart „The Benin Bronzes. Globalising the Colonial Looting of Art“

By |Juni 13th, 2019|Categories: Allgemein, Presseschau|Tags: , , , |

Als Auftaktveranstaltung unseres Kooperationsprojekts kamen erstmals alle Projektmitglieder aus Benin City und Hamburg in der Forschungsstelle Hamburgs (post-)koloniales Erbe zusammen. Vom 23. bis 25. April wurden die Forschungsvorhaben innerhalb des Projekts, Reisepläne zu verschiedensten Archiven und gemeinsame Veranstaltungen geplant. Ob alle Beteiligten überhaupt anreisen können, blieb lange unklar: Unserem Stipendiaten Idahosa Ojo war zunächst das Visum verweigert worden. Erst am Dienstagnachmittag wurde diese Entscheidung dann glücklicherweise revidiert und am Mittwoch konnte der interne Workshop mit allen drei Stipendiat*innen beginnen. Mehr über die einzelnen Forschungsprojekte der drei finden Sie bald in unserer „Meet the Team“-Reihe hier auf dem Blog. © [...]

‚Koloniale Fotografien aus Deutsch-Südwestafrika‘ – L.I.S.A.-Videoreihe zum Projekt der Forschungsstelle

By |Juni 12th, 2019|Categories: Interview, Presseschau|Tags: , |

Wie ist mit Fotografien aus der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, heute Namibia, umzugehen? L.I.S.A., das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung begleitete das Team der Forschungsstelle ‚Hamburgs (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung‘, wie es dieser Frage auf wissenschaftliche und künstlerische Weise nachging. In dem von Prof. Dr. Jürgen Zimmerer initiierten und von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Projekt ‚Koloniale Fotografien aus Deutsch-Südwestafrika im Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt‘ bearbeiteten die namibischen Künstler*innen Nashilongweshipwe Mushaandja, Vitjitua Ndjiharine und Nicola Brandt sowie die deutsche Historikerin Ulrike Peters die Fotobestände des ehemaligen Völkerkundemuseums. In Episode 1 besucht das Team das Magazin [...]

„Africa Rising“: ARTE-Dokumentation zu afrikanischer Popkultur mit Prof. Dr. Jürgen Zimmerer

By |Juni 6th, 2019|Categories: Allgemein|

Afrikanische Popkultur und ihren Einfluss auf Europa nimmt die ARTE-Dokumentation ‚Africa Rising‘ unter die Lupe. Sie spannt den Bogen von der ghanaischen Unabhängigkeit über den Widerstand gegen die Apartheid in Südafrika bis zur afrikanischen Musikszene in Frankreich heute und thematisiert dabei die Bedeutung von Musik, aber auch Malerei und Ereignissen wie ‚Rumble in the Jungle‘ und Themen wie der Raubkunstdebatte auf Politik und Gesellschaft. Neben Künstler*innen kommen auch Expert*innen wie Prof. Dr. Felwine Sarr und Prof. Dr. Jürgen Zimmerer zu Wort. Mit Bezug auf die Raubkunstdebatte weist Zimmerer darauf hin, dass in Europa in der Regel nur die „Erfolgsgeschichte“ der [...]

Ein drohendes „600-Millionen Euro Desaster“ – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im ZEIT Forum Wissenschaft über das Humboldt Forum

By |Juni 5th, 2019|Categories: Allgemein|

(c) Kevin Fuchs für DIE ZEIT Prof. Dr. Jürgen Zimmerer (c) Kevin Fuchs für DIE ZEIT Ein drohendes „600-Millionen-Desaster“. So nannte Prof. Dr. Jürgen Zimmerer das Humboldt Forum und forderte die deutsche Zivilgesellschaft auf, sich das preußische Stadtschloss intellektuell anzueignen und zu transformieren. Er diskutierte am 29.5.2019 mit Prof. Dr. Bénédicte Savoy und Arlette-Louise Ndakoze im ZEIT Forum Wissenschaft: Kunst und Kolonialismus in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Über den „Umgang mit geraubten Artefakten“ aus kolonialen Kontexten und die Bedeutung des Kolonialismus für gegenwärtige Debatten im Allgemeinen sprachen im Zeit Forum Wissenschaft die Forscherin bei ‚SAVVY [...]

Die kolonialen Wurzeln der Hamburger Universität – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer in der Ringvorlesung „100 Jahre Universität Hamburg“

By |Juni 4th, 2019|Categories: Allgemein|

Wo liegen die kolonialen Wurzeln der demokratischen Hamburger Universitätsgründung von 1919? Wie Prof. Dr. Jürgen Zimmerer in seinem Beitrag zur Ringvorlesung betonte, ist das Gründungsdatum in der jungen Republik von Zufällen geprägt und daher ein Blick in die Jahrzehnte zuvor notwendig. Werner von Melle und andere Befürworter nutzten 1919 „die Gunst der Stunde“, nachdem schon vor dem Ersten Weltkrieg zahlreiche Vorgängerinstitutionen etabliert wurden. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Finanzierung des Netzes von Vorläuferinstitutionen wie das Allgemeine Vorlesungswesen, aber auch der um 1900 gegründeten Museen. Ihre Mittel stammten zu wesentlichen Teilen aus Stiftungen von Reedern und Großunternehmern, die ihren Reichtum [...]

 „Man merkt sehr viel Ärger bei Herero und Nama“ – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im NDR-Interview

By |Mai 28th, 2019|Categories: Allgemein|

Geschichte und Gegenwart des deutschen Kolonialismus allgemein und insbesondere der Völkermord an den Herero und Nama standen im Mittelpunkt eines Interviews der NDR Info-Sendung "Forum Zeitgeschichte" mit Prof. Dr. Jürgen Zimmerer. Die deutsche Kolonialgeschichte, so Zimmerer, sei  lange Zeit vergessen oder verdrängt worden. Diese „koloniale Amnesie“ bräche in letzter Zeit jedoch langsam auf. Das zeige sich gerade bei der Aufarbeitung des Genozids an den Herero und Nama, bei dem die Bundesregierung, durch die Weigerung, selbstgewählte Vertreter*innen der Opfergruppen direkt an den Verhandlungen zu beteiligen, allerdings sehr viel Unmut auf Seiten der Nachkommen der Opfer erzeugt habe: „Man merkt sehr viel [...]

„Ohne Dialog keine Aussöhnung“ – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer in taz und Deutschlandfunk Kultur zur zögerlichen Aufarbeitung des Völkermords an Herero und Nama

By |Mai 23rd, 2019|Categories: Allgemein|

Die fehlende Bereitschaft der deutschen Bundesregierung zum direkten Dialog mit Herero und Nama beschädige die Chancen auf eine Einigung, betont Prof. Dr. Jürgen Zimmerer in einem Kommentar für die taz. Deshalb habe er zusammen mit Kollegen einen Offenen Brief an die Bundeskanzlerin geschrieben zur Aufarbeitung des Genozids an Herero und Nama.  Im Rahmen der 'Woche der Gerechtigkeit' in Namibia sei ihm und seinen Mitunterzeichnern wieder einmal deutlich geworden, dass sich die Herero und Nama nicht in die Verhandlungen auf Regierungsebene einbezogen fühlten. Zudem werde das Fehlen der Bundesregierung bei der Veranstaltung als „Arroganz der Mächtigen“ wahrgenommen. Prof. Dr. Jürgen Zimmerer [...]

Termin: ZEIT Forum Wissenschaft: „Kunst und Kolonialismus – Was ist der richtige Umgang mit geraubten Artefakten?“ (29.5.2019, Berlin)

By |Mai 22nd, 2019|Categories: Allgemein|

Am 29. Mai 2019 diskutiert Prof. Dr. Jürgen Zimmerer mit Arlette-Louise Ndakoze und Prof. Dr. Bénédicte Savoy im ZEIT FORUM Wissenschaft in Berlin über "Kunst und Kolonialismus – Was ist der richtige Umgang mit geraubten Artefakten?" Die ZEIT Foren Wissenschaft greifen seit 2001 bedeutende Themen aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Bildung auf, die große gesellschaftliche Relevanz haben und mit bundespolitischer Beteiligung auf dem Podium diskutiert werden. 74. ZEIT Forum Wissenschaft: Kunst und Kolonialismus – Was ist der richtige Umgang mit geraubten Artefakten? Im November 1884 begann in Berlin die sogenannte »Afrika Konferenz«, die die Aufteilung und Besetzung des afrikanischen Kontinents „besiegelte“. [...]

„Simulierte Aufarbeitung“: Prof. Dr. Jürgen Zimmerer zur Rückgabe der Säule von Cape Cross an Namibia

By |Mai 20th, 2019|Categories: Presseschau|Tags: , |

Die Restitution eines in der Kolonialzeit entwendeten Objekts sei als Präzedenzfall zwar zu begrüßen, die Auswahl der Säule von Cape Cross wirke aber wie ein Versuch der Ablenkung von umstritteneren Aspekten der Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte, so Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Die Rückgabe des ursprünglich im 15. Jahrhundert von portugiesischen Seefahrern aufgestellten und im 19. Jahrhundert von der deutschen Marine abtransportierten Monuments erhält aktuell große Aufmerksamkeit. Gleichzeitig seien aber konfliktreichere Punkte der kolonialen Aufarbeitung, wie etwa die offizielle Anerkennung des Genozids an Herero und Nama oder des Umgangs mit den Benin-Bronzen, weiterhin ungeklärt. Zahlreiche [...]

In großer Sorge um den Aussöhnungsprozess mit Herero und Nama: Leiter der Forschungsstelle schreibt Offenen Brief an Angela Merkel

By |Mai 10th, 2019|Categories: Allgemein|

Aussöhnung über den ersten deutschen Genozid kann es nicht ohne Dialog mit Herero und Nama geben. Die Weigerung der deutschen Regierung, mit allen selbstgewählten Vertretern der Herero und Nama zu sprechen, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Radikalisierung des Konflikts bis hin zur gewaltsamen Auseinandersetzung. Genozid ist ein Verbrechen, dessen Aufarbeitung nur durch eine Haltung der Demut seitens der Vertreter und Nachkommen der Verantwortlichen gelingen kann, und der Bereitschaft, den Anliegen und Forderungen der Opfer Gehör zu schenken. Die Haltung der deutschen Bundesregierung, nur mit der namibischen Regierung zu verhandeln, mag vom Völkerrecht gedeckt sein, obwohl es auch hiergegen berechtigte Einwände gibt, [...]

Save the Date: Prof. Dr. Jürgen Zimmerer über ‚Wissenschaft und Kolonialismus‘ in der Ringvorlesung ‚100 Jahre Universität Hamburg‘ Di. 7.5. 18:00

By |Mai 2nd, 2019|Categories: Termine|Tags: , , |

Unter dem Titel ‚Wissenschaft und Kolonialismus. Die Hamburger Universität vom Kolonialinstitut bis zum Sturz des Wissmann-Denkmals‘ wird Prof. Dr. Jürgen Zimmerer in der Ringvorlesung ‚100 Jahre Universität Hamburg‘ einen Vortrag halten. Termin ist Dienstag, der 7. Mai 2019 im Hauptgebäude der Universität (Edmund-Siemers-Allee 1), Hörsaal C, 18:00 Uhr. Zur Vorlesungsankündigung: https://www.zfw.uni-hamburg.de/oeffentliche-vortraege/programm/15-100-jahre-universitaet-hamburg-rvl-ringvorlesung-teil-5.html