Startseite2017-01-18T17:28:43+00:00
Herzlich Willkommen auf dem Blog der Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe / Hamburg und die frühe Globalisierung“ der Universität Hamburg.
Unter der Leitung Prof. Dr. Jürgen Zimmerers untersucht die Forschungsstelle die Verbindungen und Nachwirkungen des Kolonialismus in Hamburg, Deutschland und den ehemaligen Kolonien. Die Forschungsstelle wird dabei die Dynamiken, Repräsentationen, Nachwirkungen und Kontroversen des (deutschen) Kolonialismus und der Globalisierung (oder richtiger: der Kolonialismen und Globalisierungen) in Vergangenheit und Gegenwart und ihre komplexen Verbindungen und Bedeutungen für postkoloniale Gesellschaften an exemplarischen Fallbeispielen erforschen.
Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich an der Diskussion zu beteiligen und uns Kommentare hier im Blog oder auf Facebook zu hinterlassen. Sollten Sie uns schreiben wollen, so nutzen Sie bitte das Kontaktformular.
Welcome to the blog of the Research Centre “Hamburg‘s (post-)colonial legacy/ Hamburg and early globalization” of the University of Hamburg.
Under the directorship of Prof. Dr. Jürgen Zimmerer the Research Centre investigates the connections and the aftermath of colonialism in Hamburg, Germany and the former colonies.
On these pages we will examine the dynamics, representations, legacies and controversies of the globalization and (German) colonialism (or more correctly, the globalizations and colonialisms) past and present and their complex connections and meanings for postcolonial societies using the example of Hamburg.
We invite you to participate in the discussion and to leave us comments here on the blog & on facebook. If you want to write us, please use the contact form.

Vorlesungsreihe: Humboldt, und was nun? Kolonialismus, Raubkunst und die Zukunft der Museen

By |Juli 3rd, 2019|Categories: Allgemein|

Das Humboldt Forum im wiedererrichteten Berliner Stadtschloss sorgt seit einigen Jahren für intensive Diskussionen. Die geplanten Ausstellungen mit zahlreichen Objekten, die durch europäische Kolonialmächte geraubt wurden, stießen eine breite Debatte um die Aufarbeitung des Kolonialismus an. Angesichts von Restitutionsforderungen insbesondere aus Afrika steht seit einiger Zeit die Rolle von Museen in Deutschland, aber auch anderen Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Belgien im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. In der Vorlesungsreihe werden einige der wichtigsten Beteiligten der Diskussionen der letzten Jahre zu Wort kommen. Anlässlich der 2020 anstehenden Eröffnung des Humboldt Forums werden sie ein Zwischenfazit ziehen sowie einen Ausblick wagen auf die [...]

Theater Postkolonial: Gelungenes Kampnagel-Gastspiel ‚HERERO_NAMA – A History of Violence‘

By |Oktober 2nd, 2019|Categories: Allgemein|Tags: , , , |

Bericht von Ulrike Peters und Nils Schliehe: Am vergangenen Wochenende war das Schauspiel Köln mit Nuran David Calis Performance ‚HERERO_NAMA – A History of Violence‘ zu Gast auf Kampnagel in Hamburg. Das starke und emotionale Stück bringt Schauspieler*innen, Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen auf der Bühne zusammen, um ein wichtiges Kapitel deutscher Kolonialgeschichte zu thematisieren und gleichzeitig alltäglichen und strukturellen Rassismus, globale Ungleichheit und den aktuellen Stand der deutschen Erinnerungskultur zu hinterfragen. Die Performance verfolgt einen biografischen Ansatz und so werden die Zuschauer*innen gleich zu Anfang mit den Lebensläufen der Nama und Herero Aktivist*innen Christel Ihmann und Israel Kaunatjike bekannt gemacht. Als [...]

Im Gespräch mit der französischen Tageszeitung ‚Liberation‘: Prof. Dr. Jürgen Zimmerer fordert unmittelbare Restitutionen statt intransparenter Provenienzforschung

By |September 30th, 2019|Categories: Allgemein|

Das Vorgehen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bei der aktuell angekündigten Rück-Leihe von 23 Objekten aus Namibia kritisiert Prof. Dr. Jürgen Zimmerer als in vielerlei Hinsicht unzureichend: Forschung zu 1400 Objekten sei nicht innerhalb weniger Monate möglich. Außerdem sei es inakzeptabel, dass „die Nutznießer kolonialer Plünderungen die Provenienzforschung selbst in der Hand“ hätten. Stattdessen sei Transparenz und eine unabhängige Forschung notwendig. Statt langwieriger Debatten wäre eine unmittelbare Restitution aller geraubten Objekte erforderlich, betont Zimmerer mit Bezug auf die Benin-Bronzen. Auch im Fall der Verhandlungen um eine Entschädigung für den Genozid an Herero und Nama bemängelt Zimmerer die Bereitschaft für ein echtes [...]

Eine „Identitätsdebatte Europas“, die niemand führen möchte – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Gespräch mit der Rheinischen Post über Geschichte und Auswirkungen des Kolonialismus

By |September 24th, 2019|Categories: Allgemein|

Über die deutsche Kolonialgeschichte und die heutigen Folgen des Kolonialismus spricht Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Wissenspodcast ‚Praktisch Faktisch‘ von rp online. Die Debatte gewinne erst seit wenigen Jahren wieder an Fahrt, nachdem die deutsche Kolonialgeschichte lange wenig Aufmerksamkeit erhielt – aufgrund des frühen Verlusts der Kolonien, einer Verklärung der deutschen Kolonialherrschaft und des Fokus auf die Aufarbeitung des Nationalsozialismus in der Nachkriegszeit, so Zimmerer. Allerdings sei mehr Aufmerksamkeit für das Thema notwendig angesichts der deutschen Mitwirkung an der europäischen Expansion seit dem 16. Jahrhundert und der offiziellen Kolonialherrschaft ab 1884 mit hunderttausenden Opfern. Daher sei die weit verbreitete Verklärung [...]

Termin: „Vergangenheit, die nicht vergehen will? 135 Jahre deutsche Kolonialgeschichte“ (19.9.2019, Otto-von Bismarck-Stiftung Friedrichsruh)

By |September 12th, 2019|Categories: Allgemein|

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Zimmerer am Donnerstag, 19. September 2019, um 19.30 Uhr. Otto-von Bismarck-Stiftung, Historischer Bahnhof, Am Bahnhof 2, 21521 Friedrichruh. Erbeten ist eine persönliche Anmeldung unter 04104-9771-O oder info@bismarck-stiftung.de

Gegen „leere Symbolik“ in den Namibia-Verhandlungen: Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Hessischen Rundfunk

By |September 9th, 2019|Categories: Allgemein|

Die Gespräche von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit Herero und Nama während seiner Namibia-Reise seien möglicherweise sogar kontraproduktiv gewesen, so Prof. Dr. Jürgen Zimmerer in der HR2-Sendung ‚Der Tag‘ mit dem Thema ‚Tschuldigung! Namibia wartet. Deutschland zögert.‘ Müller hatte sich im Zusammenhang mit den Verhandlungen über die deutsche Entschuldigung für den Genozid der Jahre 1904-08 mit Nachfahren getroffen, allerdings nicht mit den wichtigsten Kritiker*innen des aktuellen Vorgehens wie etwa den offiziellen Vertretungen von Herero und Nama. Das hält Zimmerer nicht für zielführend: Gespräche nur mit ausgewählten Befürworter*innen der Verhandlungen könnten die Gegner*innen zusätzlich verärgern. Versöhnungsgesten der Bundesregierung seien „leere Symbolik“, solange [...]

„Angst vor dem Präzedenzfall“ – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer in der Tagesschau über die Verhandlungen der Bundesregierung mit Herero und Nama

By |September 5th, 2019|Categories: Allgemein|

Über die Hintergründe der zögerlichen Haltung der Bundesregierung in den Verhandlungen mit Herero und Nama sprach Prof. Dr. Jürgen Zimmerer anlässlich der Reise von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller nach Namibia. Dass Gespräche Müllers mit einzelnen Herero und Nama zielführend seien, bezweifelte Zimmerer: „Die Gefahr ist groß, dass die überwiegende Mehrheit der Herero und Nama verärgert wird.“ Die offiziellen Vertreter von Herero und Nama würden etwa seit Jahren nicht berücksichtigt, stattdessen nur mit der Namibischen Regierung verhandelt. Die Reaktion der Nama Traditional Leaders Association bestätigte diese Einschätzung. Die Angst vor Reparationszahlungen an die Herero und Nama bilden den Grund, wieso die [...]

Der Beginn der Globalisierung – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Deutschlandfunk über Magellans Weltumsegelung

By |August 12th, 2019|Categories: Allgemein|

„Mit der ersten Weltumsegelung wurde die Erde als Globus, als Kugel, zum Erfahrungs- und Vorstellungsraum“ erklärt Prof. Dr. Jürgen Zimmerer in Deutschlandfunk Kultur. Somit beginne die Globalisierung mit der ersten Weltumsegelung, obwohl unklar sei, ob Ferdinand Magellan überhaupt das Ziel verfolgt habe, die Welt zu umsegeln. Konkret sei es ihm hauptsächlich darum gegangen, einen Seeweg zu den Molukken zu finden, um eine weitere Route im Gewürzhandel zu etablieren. Auch wenn Magellan auf der Reise starb, kehrte ein Schiff der Expedition nach fast 3 Jahren nach Spanien zurück. Die erste Weltumsegelung sei ein großer „symbolischer Akt“, so Zimmerer: Von nun an [...]

Unsere Ausstellung ‚Oviziere – Somgu‘ eröffnete in Windhoek: Das namibische Fernsehen und die größte Tageszeitung berichten

By |Juli 31st, 2019|Categories: Presseschau|Tags: , , |

Die aus dem namibisch-deutschen Projekt der Forschungsstelle ‚Hamburgs (post-)koloniales Erbe‘ entstandene und von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Ausstellung ‚Oviziere – Somgu. From Where Do We Speak?‘ erhält anlässlich der Eröffnung in Windhoek auch in Namibia große Aufmerksamkeit. So berichtete der namibische öffentlich-rechtliche Fernsender Namibian Broadcasting Corporation (NBC) über die Veranstaltung. (Zum Video) Die beteiligte Künstlerin und ehemalige Stipendiatin in Hamburg, Vitjitua Ndjiharine, stellt darin das Konzept der Ausstellung vor. Sie basiere auf der Idee multiperspektivischer Betrachtung: Zentral sei „this idea of multivocality, of multiple voices, multiple perspectives coming together to debate a very difficult topic, and this is absolutely [...]

Meet our Team: Idahosa Osagie Ojo

By |Juli 24th, 2019|Categories: Meet our Team|

Idahosa Osagie Ojo is a Nigerian historian with research interest in colonial and postcolonial history of Africa. He is a scholarship holder in our project, the Benin Bronzes: Globalising the Colonial Looting of Arts supported by the Gerda Henkel Foundation, where he works with Isabel Eiser and Jonas Ehrsam. His research will lead to a doctoral thesis, the Colonial Looting and Internationalisation of the Benin Bronze Sculptures. The Benin Bronze Sculptures are spectacularly complex and emblematic royal art objects belonging to the Benin people of Nigeria. These intricate bronze sculptures suddenly became the subject of global searchlights when British troops, [...]

„Eine Aneignung der Fotografien durch die Nachkommen der Fotografierten“ – Prof Dr. Jürgen Zimmerer im Deutschlandfunk über die Ausstellung Ovizire-Somgu in Windhoek

By |Juli 18th, 2019|Categories: Interview, Presseschau|Tags: , |

Die Ausstellung ‚Oviziere-Somgu: From Where Do We Speak?‘  über die Auseinandersetzung mit der deutsch-namibischen Geschichte und insbesondere den Genozid der Jahre 1904-1908 eröffnete vergangene Woche in der National Art Gallery of Namibia (NAGN). Prof. Dr. Jürgen Zimmerer sprach mit Deutschlandfunk Kultur: Fazit über die von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Ausstellung, die auf einem von der Forschungsstelle ‚Hambugs (post-)koloniales Erbe‘ initiierten Kunst- und Geschichtsprojekt beruht. Das Projekt beschäftigt sich mit historischen Fotografien aus Namibia, zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine deutsche Kolonie, die heute in deutschen Museen lagern. Diese Bilder zeigten zahlreiche Menschen, die unter der Kolonialherrschaft lebten, über die [...]

Meet our Team: Jonas Ehrsam

By |Juli 17th, 2019|Categories: Meet our Team|

Jonas Ehrsam ist seit Dezember 2018 Stipendiat an der Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe“. Als einer von drei DoktorandInnen im Projekt „The Benin Bronzes. Globalising the Colonial Looting of Art“ arbeitet er gemeinsam mit Isabel Eiser und Idahosa Ojo und befasst sich mit dem Handel der 1897 bei der Zerstörung des Palastes des Oba von Benin geplünderten  „Benin-Bronzen“. Seit dem Raub durch britische Truppen wurden die Objekte (ihre Anzahl wird auf mehrere tausend geschätzt) sowohl durch Museen, als auch durch private Sammlerinnen und Sammler zu Spitzenpreisen gehandelt.  Auf dem Markt erscheinen sie dabei als hybride Objekte, teils charakterisiert als Ethnografika, teils [...]

Meet our Team: Isabel Eiser

By |Juli 10th, 2019|Categories: Meet our Team|

Isabel Eiser ist seit 2018 Promotionsstipendiatin in dem Forschungsprojekt „Die ‚Benin-Bronzen‘. Die Globalisierung des kolonialen Kunstraubs“, geleitet von Prof. Dr. Jürgen Zimmerer und gefördert durch die Gerda-Henkel-Stiftung. Hier arbeitet sie im Team mit Idahosa Ojo und Jonas Ehrsam. Für ihr Promotionsvorhaben untersucht sie die Rezeptionsgeschichte der Objekte aus Benin in Europa und Afrika und ihren Einfluss auf koloniale und rassistische Denkmuster sowie Aneignungsstrategien und Emanzipationsbestrebungen in Populärkultur, Kunst, Wissenschaft und Internationalem Recht. Ihre Analyse der Rezeptionsgeschichte der ‚Benin-Bronzen‘ will Diskurse und Akteursnetzwerke sowie damit verbundene Wissen-Macht-Konstellationen aufdecken und den semantischen Wandel der Objekte offenlegen – von Kriegsbeute und Propagandainstrument hin [...]