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„Mit unserer Oma würden wir das nicht machen!“ Prof. Dr. Jürgen Zimmerer kritisiert „Schrumpfkopf“-Auktion auf Deutschlandfunk Kultur

Das deutsche Auktionshaus Lempertz versteigert am 24. Oktober 2018 sogenannte tribal art, inkl. einen "Schrumpfkopf". Auf Deutschlandfunk Kultur kritisiert Prof. Dr. Jürgen Zimmerer den Verkauf menschlicher Überreste scharf: „Zwar hat sich in den Museen weitgehend die Erkenntnis durchgesetzt, dass Menschen nicht ausgestellt werden, vom Handel damit ganz zu schweigen. Doch den privaten Kunsthandel kümmert das nicht.“ Zimmerers Kritik richtet sich jedoch nicht nur gegen die angesetzte Auktion, sondern auch die verbalen Entgleisungen des Lempertz-Geschäftsführers Henrik Hanstein, der von Rückgaben nach Afrika nichts hält. Menschen, die für einen sensiblen Umgang mit kolonialen Objekten eintreten und Lösungen dafür suchen, dass viele dieser [...]

Von |2018-10-22T08:39:22+00:00Oktober 22nd, 2018|Allgemein|1 Kommentar

„Afrika ist ein Kontinent, der über Jahrhunderte hinweg auf vielfältige Weise in Mitleidenschaft gezogen wurde – durch den Kolonialismus und den Sklavenhandel.“ Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Interview mit den Salzburger Nachrichten

„Wir sehen nur die Zeit nach der Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten, statt zu sagen, dass es hier Ursache und Wirkung gibt; dass heutige Verhältnisse einen historischen Vorlauf haben“, sagt Prof. Dr. Jürgen Zimmerer in einem ausführlichen Interview über die Nachwirkungen des Kolonialismus bis in die heutige Zeit. Eine der Hinterlassenschaften sieht er im Versagen der Kolonialmächte, eine starke Zivilgesellschaft hinterlassen zu haben, die als Gegengewicht zu autoritären Entwicklungen hätte dienen können. Dazu käme das Nachwirken kolonialer Vorstellungen und Strukturen: „Heute sieht man, dass die nicht aufgearbeitete europäische Kolonialgeschichte und das Weiterwirken rassistischer Vorstellungen über Afrika im Grunde Europa hindern, eine [...]

Von |2018-10-10T09:54:18+00:00Oktober 10th, 2018|Allgemein|0 Kommentare

Tagungsbericht: „Die Säule von Cape Cross – Koloniale Objekte und historische Gerechtigkeit“ im Deutschen Historischen Museum, Berlin, am 7.6.2018

Von Hannah Feder Unter dem Titel „Die Säule von Cape Cross – Koloniale Objekte und historische Gerechtigkeit“ fand sich eine Gruppe von Expertinnen und Experten aus Politik, Universitäten und Museen aus Afrika und Europa zusammen, um im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums (DHM) zu diskutieren, was mit einer steinernen Wappensäule, die in kolonialen Kontexten in die Bestände des DHM gelangte, geschehen soll. Das DHM steht schon seit geraumer Zeit in Kritik für die Darstellung des (deutschen) Kolonialismus in der Dauerausstellung des Hauses[1]. Auch nach der Sonderausstellung „Deutscher Kolonialismus. Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart“ 2016/17 bleibt die Dauerausstellung und damit auch [...]

Von |2018-10-09T08:37:10+00:00Oktober 9th, 2018|Allgemein|0 Kommentare

Meet our Team: Dr. Markus Hedrich

Dr. Markus Hedrich arbeitet an einer (post-)kolonialen Geschichte des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin. Ziel des Projekts ist eine Wissenschafts- und Institutionengeschichte des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in vier politischen Systemen (Kaiserreich, Weimar, NS und BRD), die das „Hamburger Tropeninstitut“ in vielerlei Hinsicht als Transmissionsriemen kolonialen und postkolonialen Wissens begreift. Foto: (c) Markus Hedrich „Das zur Zeit des Hochimperialismus gegründete Hamburger Tropeninstitut ist Schnittpunkt vielfältiger kolonialer Diskurse“, erläutert Markus Hedrich seine Motivation: „Zugleich stellt das BNI in der (post-)kolonialen Erinnerungslandschaft einen fundamentalen blind spot dar, der dringend der wissenschaftlichen Aufarbeitung bedarf.“ Markus Hedrich ist gebürtiger Hamburger, dessen Familie viele Mediziner aufweist: [...]

Von |2019-07-01T08:15:22+00:00Oktober 4th, 2018|Allgemein, Meet our Team|0 Kommentare

Ausschreibung: wiss. Mitarbeiter/in im Projekt „Museumssammlungen im Spannungfeld der sich etablierenden kolonialen Situation. Die Afrika-Sammlungen des Übersee-Museums Bremen aus den ehemaligen Kolonien“

Ab dem 01.01.2019 ist in dem Projekt „Museumssammlungen im Spannungfeld der sich etablierenden kolonialen Situation. Die Afrika-Sammlungen des Übersee-Museums Bremen aus den ehemaligen Kolonien“ die Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters gemäß § 28 Abs. 3 HmbHG (Hamburgisches Hochschulgesetz) zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe 13 TV-L. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden. Die Befristung des Vertrages erfolgt auf der Grundlage von § 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Die Befristung ist vorgesehen für die Dauer von 2 Jahren. Die Universität strebt die Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an und fordert deshalb qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden [...]

Von |2018-10-02T14:01:44+00:00Oktober 2nd, 2018|Allgemein, Stellenangebot|0 Kommentare

Unrechtmäßige Erwerbungen kolonialer Objekte: stellt sich Deutschland seinen Gedächtnislücken, fragt Le Monde unsere Mitarbeiter

Die aktuelle Diskussion um Raubkunst, Restitution und den adäquaten Umgang mit Objekten aus kolonialen Kontexten in deutschen Museen und Sammlungen wird auch außerhalb von Deutschland verfolgt. Anlässlich der Eröffnung der neuen Ausstellung „Werkstatt Prolog“ im Leipziger Grassi Museum, nimmt Le Monde die klaffenden „Gedächtnislücken“ und Initiativen zur Forcierung kolonialer Provenienzforschung ins Visier und hat dazu u.a. Prof. Dr. Jürgen Zimmerer und Jean Ndzodo Awono, Mitarbeiter in unserem Provenienzforschungsprojekt am Bremer Übersee-Museum, interviewt. Zimmerer konstatiert, dass die Mehrheit der Museen und Sammlungen nicht genau wüsste, was alles in ihrem Besitz sei und ortet Desinteresse an kolononialer Provenienzforschung: « Les travaux sur les [...]

Von |2018-09-27T08:10:59+00:00September 27th, 2018|Allgemein|0 Kommentare

Jürgen Zimmerer fordert in der New York Times einen zentralen Lern- und Gedenkort für den deutschen Kolonialismus

Das Medieninteresse über den Umgang mit der Kolonialvergangenheit in Deutschland geht weit über die deutschen Grenzen hinaus. "The Big Hole in Germany’s Nazi Reckoning? Its Colonial History", unter dieser provokanten Überschrift brachte die New York Times einen ausführlichen Artikel über den Umgang mit Deutschlands kolonialem Erbe, für den sie auch Prof. Dr. Jürgen Zimmerer befragte. Prof. Zimmerer plädierte dabei für ein mutiges politisches Signal zur Aufarbeitung des kolonialen Erbes und dem Umgang mit dem Völkermord an den Herero und Nama und forderte einen zentralen deutschen Gedenk- und Erinnerungsort für den Kolonialismus. “We urgently need a big, courageous, political signal and [...]

Von |2018-09-13T13:23:55+00:00September 13th, 2018|Allgemein|0 Kommentare

Ausschreibung: „wiss. Koordinator/in“ im Projekt „Forschungsstelle Hamburgs (post-)koloniales Erbe“

Ab dem 01.10.2018 ist vorbehaltlich der Bewilligung der Drittmittel in dem Projekt „Forschungsstelle (post-)koloniales Erbe“ die Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters gemäß § 28 Abs. 3 HmbHG zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe 13 TV-L. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 100% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit. Die Befristung des Vertrages erfolgt auf der Grundlage von § 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Die Befristung ist vorgesehen bis zum 31.03.2023. Die Universität strebt die Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an und fordert deshalb qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden im Sinne des Hamburgischen Gleichstellungsgesetzes bei gleichwertiger Qualifikation vorrangig berücksichtigt.   [...]

Von |2018-07-18T11:55:07+00:00Juli 16th, 2018|Allgemein, Stellenangebot|0 Kommentare

Ausschreibung: „wiss. Referent/in“ im Projekt „Forschungsstelle Hamburgs (post-)koloniales Erbe“

Ab dem 01.10.2018 ist vorbehaltlich der Bewilligung der Drittmittel in dem Projekt „Forschungsstelle (post-)koloniales Erbe“ die Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters gemäß § 28 Abs. 3 HmbHG zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe 13 TV-L. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 75 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit. Die Befristung des Vertrages erfolgt auf der Grundlage von § 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Die Befristung ist vorgesehen bis zum 31.03.2023. Die Universität strebt die Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an und fordert deshalb qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden im Sinne des Hamburgischen Gleichstellungsgesetzes bei gleichwertiger Qualifikation vorrangig berücksichtigt. [...]

Von |2018-07-18T11:56:24+00:00Juli 16th, 2018|Allgemein, Stellenangebot|0 Kommentare

New Publication: „Pursuing Whiteness in the Colonies“ by Diana Miryong Natermann

Post-colonial studies related to Germany’s colonial past is just one of the foci that the book Pursuing Whiteness in the Colonies. Private Memories from the Congo Free State and German East Africa 1884-1914  highlights. Buchcover, (c) Waxmann Verlag Pursuing Whiteness in the Colonies offers a new comprehension of colonial history from below by taking remnants of individual agencies from a whiteness studies perspective. It highlights the experiences and perceptions of colonisers and how they portrayed and re-interpreted their identities in Africa. The transcolonial approach is based on egodocuments from Belgian, German and Swedish men and women who migrated [...]

Von |2018-07-05T10:23:42+00:00Juli 5th, 2018|Allgemein|0 Kommentare