Koloniale Spuren im Übersee-Museum Bremen. Afrika-Sammlungen als Gegenstand der Provenienzforschung

Christian Jarling, Sara Capdeville, Ndzodo Awono © Übersee-Museum Bremen, Foto: Matthias Haase Die Universität Hamburg und das Übersee-Museum Bremen untersuchen in einem vierjährigen Forschungsprojekt die Provenienzen kolonialzeitlicher Afrika-Sammlungen aus dem Übersee-Museum. Initiatoren des Kooperationsprojektes sind Prof. Dr. Jürgen Zimmerer (Universität Hamburg - Arbeitsbereich Globalgeschichte) und Prof. Dr. Wiebke Ahrndt (Übersee-Museum Bremen). Die historische und ethnologische Auseinandersetzung mit der kolonialen Sammlungsgeschichte wird im Rahmen der Initiative der Volkswagenstiftung „Forschung in Museen“ umfangreich gefördert und von drei Doktorand*innen des Historischen Seminars der Universität Hamburg, Ndzodo Awono, Sara Capdeville und Christian Jarling, erforscht. Ethnologische Museen sind Orte einer geteilten Erinnerungskultur. Aus [...]

Von |2017-05-16T10:40:11+00:00März 23rd, 2017|Allgemein, Interview|0 Kommentare

Video: Streitraum: Grenzen der Erinnerung

Die Klage der Herero und Nama gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen des Völkermordes im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, die Auseinandersetzung um koloniale Straßennamen in Deutschland (erst jüngst auch von einer UN-Expertenkommission gerügt), der Streit um die Ausrichtung des Humboldt-Forums in Berlin und die Herkunft seiner kolonialen Objekte: Der deutsche Kolonialismus wird zunehmend zum Politikum. Aber wie seiner gedenken, wie ihn einbauen in die offizielle Erinnerungskultur? Darüber diskutierten am 5.2.2017 im "Streitraum" der Berliner Schaubühne Moderatorin Carolin Emcke mit Joshua Kwesi Aikins, Iman Attia, Thomas Krüger und Jürgen Zimmerer. Thema war Möglichkeiten wie Grenzen der Erinnerung, das Identifizieren blinder Flecken, Fragen der Anerkennung [...]

Von |2017-03-16T08:37:17+00:00März 16th, 2017|Allgemein, Video|0 Kommentare

Ringvorlesung: „Hamburg: Deutschlands Tor zur kolonialen Welt. Über den Umgang mit einem schwierigen Erbe“ (20.4.2016 – 13.7.2016)

Hamburg ist wie keine zweite deutsche Stadt mit der Geschichte des Kolonialismus verbunden. Deutschlands "Tor zur Welt" war ein Tor zu kolonialen Welt. Zu Recht ist die Hansestadt als die "Kolonialmetropole des Kaiserreiches" neben Berlin bezeichnet worden. Während in Berlin die politischen Entscheidungsträger des zwischen 1884 und 1918 existierenden deutschen Kolonialreiches ansässig waren, steht die Hansestadt für einen weit davor beginnenden und weit darüber hinausreichenden Austausch und Kontakt. Über lange Jahrhunderte (bis weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts) handelte man mit Kolonien, ehemaligen Kolonien oder Kolonialmächten, kaufte oder verkaufte Kolonialwaren (und auch Menschen). Als erste deutsche, ja europäische Metropole [...]

Von |2017-01-18T17:28:48+00:00Februar 4th, 2016|Allgemein, Termine|6 Kommentare

Gäste der Bundesregierung zu Gast bei der Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die (frühe) Globalisierung“

vlnr: Dr. Martha Akawa, Dr. Wazi Ray Apoh, Donatius Kamamba, Salomon Menthos April, Wolfgang Schmidt, Prof. Dr. Jürgen Zimmerer, Prof. Oswald Jotam Masebo, Prof. em. Dr. Adjaï Agboola Paulin Oloukpona Yinnon, Kim Sebastian Todzi, Reginald Elias Kirey, Prof. Dr. Albert Gouaffo   Wolfgang Schmidt betonte die Bemühungen der Hamburger Regierung zur Erarbeitung eines Erinnerungskonzeptes. Prof. Dr. Jürgen Zimmerer diskutierte mit den KollegInnen über die gemeinsame Aufgabe der Aufarbeitung der geteilten Geschichte. Das Thema der postkolonialen Erinnerung in Deutschland nimmt an Fahrt auf, wie die Verhandlungen zwischen Deutschland und Namibia über den Genozid von 1904-1908 [...]

Von |2017-01-18T17:28:48+00:00Dezember 17th, 2015|Allgemein|1 Kommentar