#1 ReprÆsentationen: An Interview with Flower Manase – Curator of the National Museum of Tanzania in Dar-Es-Salaam

Die Stadt Umdenken_Repenser la ville_ Ein Projekt des Virtuellen Partizipationslabors Postkoloniales Erbe Autorin: Tania Mancheno   “People should note that history is always in circular motion.” Macheno: At our meeting in Hamburg last February, you talked about a social requirement to rethink the museum in terms of a place of history (as a space for remembrance), in as much as a current living space. You mentioned that museums need a culture that values the public space and one which opens the museum to a diverse public. To what extend does this change mean to abandon the classic idea we had [...]

Interview mit Prof. Dr. Jürgen Zimmerer über Kolonialgeschichte: ein ausführliches Gespräch mit dem Podcast Zeitsprung

Der Podcast Zeitsprung widmete vor einiger Zeit dem Askari-Mythos, den sogenannten Askari-Reliefs in Hamburg-Jenfeld und der Rolle der Hansestadt im Kolonialismus eine Episode (ZS 138) und sprach dafür mit Prof. Dr. Jürgen Zimmerer als Experten. Das ausführliche Interview mit Jürgen Zimmerer, das der Folge zugrunde liegt, ist auch in voller Länge als Extra-Folge des Podcasts verfügbar. Im Gespräch über Kolonialgeschichte, den Völkermord an den Herero und Nama sowie die Aufarbeitung des Kolonialismus, geht es auch um Globalisierung, die meist zu kurzsichtig als ahistorisches Phänomen betrachtet werde. Doch die Geschichte der Globalisierung ist untrennbar verknüpft mit der Geschichte der Kolonialisierung, betont [...]

Von |2018-06-21T13:46:08+00:00Juni 21st, 2018|Allgemein|1 Kommentar

Askari und die Kolonialgeschichte des Deutschen Reichs: Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Interview mit dem Podcast Zeitsprung

Die Folge 138 des Geschichtspodcast Zeitsprung - Geschichten aus der Geschichte springt ins 19. Jahrhundert und beschäftigt sich mit deutscher Kolonialgeschichte und Hamburgs Rolle im Kolonialismus. Im Podcast zu Gast war Prof. Dr. Jürgen Zimmerer, der als Experte mit Daniel Messner über die Figur des „treuen“ Askari und die sogenannten Askari-Reliefs in Hamburg-Jenfeld sprach, wie die Askari Teil der deutschen Erinnerungskultur wurden und was es mit  dem Askari-Mythos auf sich hat.  

Von |2018-06-12T10:49:32+00:00Juni 12th, 2018|Allgemein|0 Kommentare

Jürgen Zimmerer im Interview mit dem rbb-Kulturradio: „Postkoloniale Debatten sind die zentralen Identitätsdebatten Europas“

In einem ausführlichen Interview mit dem rbb-Kulturradio (Kirsten Dietrich) spricht der Leiter der Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe“, Prof. Dr. Jürgen Zimmerer, über die Geschichte und Gegenwart des Kolonialismus. In dem Interview spannt Zimmerer einen großen Bogen, von der Beteiligung deutscher Söldner an den ersten Kolonisierungsfahrten der Spanier nach Amerika über die Aufteilung Afrikas unter den europäischen Kolonialmächten, den Völkermord an den Herero und Nama, bis zur Debatte über das Humboldt Forum und die Aufarbeitung des Kolonialismus in Europa. „Die postkolonialen Debatten sind die zentralen Identitätsdebatten Europas in der Gegenwart. Deshalb gibt es auch Widerstand. Es geht ja um die Geschichte [...]

Von |2018-06-07T09:44:52+00:00Juni 7th, 2018|Allgemein, Interview|0 Kommentare

Aus Anlass der Klage: Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Gespräch mit SWR 2 über Deutschlands Umgang mit seiner Kolonialgeschichte

Anlässlich des Jahrestags der Klageeinreichung von Vertreter*innen der Herero und Nama gegen Deutschland in New York befragte SWR 2 „Kultur aktuell“ Prof. Dr. Jürgen Zimmerer zum Stand des Prozesses. Zimmerer benannte deutlich die Versuche der deutschen Regierung, die Klage durch Nichtannahme ins Leere laufen zu lassen. Diese sei motiviert durch das Sträuben Deutschlands, Reparationen zu zahlen aus Angst vor der Schaffung eines Präzedenzfalls. Man fürchte, so Zimmerer, dass auch Opfer der deutschen Eroberungs- und Besatzungspolitik sich darauf berufen könnten. Allerdings hält Zimmerer die deutsche Politik des Ignorierens für gescheitert, da Deutschland erheblich an Prestige eingebüßt habe. Auf die Frage, was [...]

Von |2018-01-18T17:36:19+00:00Januar 18th, 2018|Allgemein, Interview|0 Kommentare

Kolonialgeschichte: Prof. Dr. Jürgen Zimmerer über den Ursprung unseres Reichtums

In den letzten Monaten erfährt eine populistische und nationalistische Rechte international Auftrieb – als Antwort  auf einen „Zustand erregter Verunsicherung“ in Europa, wie Prof. Dr. Zimmerer in seinem jüngsten Kommentar in der taz diagnostiziert. Die gegenwärtige, vernetzte Welt erfahren viele als bedrohlich im Alltag und reagieren mit Abschottung – sei es von der Globalisierung, von Geflüchteten oder von der Europäischen Union. Mit dem Wunsch, Entwicklungen „zurückzudrehen“, verschiebt sich der Diskurs zunehmend von Weltoffenheit hin zum Nationalismus. Die Konzentration auf regionale oder nationale Geschichte geht einher mit der Rückbesinnung auf heroische Geschichtsnarrative, die jedoch erhebliche Leerstellen aufweist: „Es ist ein Geschichtsbild, [...]

Von |2017-04-11T10:13:21+00:00April 11th, 2017|Allgemein, Presseschau|0 Kommentare

Video: Streitraum: Grenzen der Erinnerung

Die Klage der Herero und Nama gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen des Völkermordes im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, die Auseinandersetzung um koloniale Straßennamen in Deutschland (erst jüngst auch von einer UN-Expertenkommission gerügt), der Streit um die Ausrichtung des Humboldt-Forums in Berlin und die Herkunft seiner kolonialen Objekte: Der deutsche Kolonialismus wird zunehmend zum Politikum. Aber wie seiner gedenken, wie ihn einbauen in die offizielle Erinnerungskultur? Darüber diskutierten am 5.2.2017 im "Streitraum" der Berliner Schaubühne Moderatorin Carolin Emcke mit Joshua Kwesi Aikins, Iman Attia, Thomas Krüger und Jürgen Zimmerer. Thema war Möglichkeiten wie Grenzen der Erinnerung, das Identifizieren blinder Flecken, Fragen der Anerkennung [...]

Von |2017-03-16T08:37:17+00:00März 16th, 2017|Allgemein, Video|0 Kommentare

#6 Nachwort: Joshua Kwesi Aikins – Die Dekolonisierung des Stadtbildes: Straßennamen zwischen Kolonialnostalgie und Perspektivumkehr

Alexander Gischler CC-BY-NC-SA 4.0 Die Podcastreihe #Nachwort präsentiert diese Woche ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Joshua Kwesi Aikins (Berlin/Kassel). Wie schon in seiner Vorlesung erörterte er die verschiedenen historischen Schichten der Stadt Berlin, wobei gerade das Afrikanische Viertel in Berlin für die Erinnerung an die deutsche Kolonialgeschichte besonders prägend ist. Das koloniale Bild von Afrika, welches in der Stadtlandschaft vermittelt wird, wurde jedoch von verschiedenen lokalen Gruppierungen als Ressource umgedeutet. So entwickelte etwa  das Bezirksamt Berlin-Mitte als Beitrag zu einer aktiven Erinnerungskultur eine digitale Karte mit Texten und Tonaufnahmen als Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel. Beraten von der [...]

#6 Was bedeutet Hamburg für Dich? Interview mit Natalie Lazar. Ein Audio-Spaziergang zu kolonialen Erinnerungsorten

© Natalie Lazar Die Podcastreihe „Was bedeutet Hamburg für Dich?“ präsentiert diese Woche ihren #6 und letzten Beitrag – ein Interview mit der Dramaturgin und Autorin Natalie Lazar. Natalie Lazar lebte in verschiedenen europäischen Ländern, bevor sie zurück nach Norddeutschland kam und nach Hamburg zog. Als Literaturwissenschaftlerin und Politologin arbeitet Lazar seit 2012 im Bereich Theater. In ihren Arbeiten und Projekten beschäftigt sie sich immer wieder mit der Suche nach Identität und Zugehörigkeit. Dabei kommen Sprache und (Erinnerungs-)Orten eine besondere Rolle zu, und die Frage danach, ob und wie sie Verbindungen entstehen lassen können oder diese verweigern. Im Gespräch [...]

#5 Nachwort: Prof. Dr. Ulrich Mücke – Liberaler Rassismus. Der Altonaer Kaufmann Heinrich Witt und die (post-)koloniale Welt des 19. Jahrhunderts

Mara Brede CC-BY-NC-SA 4.0 Im #5 Nachwort sprechen wir mit Prof. Dr. Ulrich Mücke (Hamburg) über den deutschen Kolonialismus jenseits von Afrika und Asien und jenseits formaler ‚Schutzgebiete‘. Auf dem lateinamerikanischen Kontinent begann der europäische Kolonialismus und die frühe Globalisierung zudem bereits im 15. und 16. Jahrhundert. Wir betten die Biographie des norddeutschen Heinrich Witts wird in diesen Kontext ein, und diskutieren die Privilegien, Machtmechanismen und die Gewaltstrukturen, die seine Migration im 19. Jahrhundert nach Lima (Peru) ermöglichten. Dazu schlägt Prof. Mücke eine Definition von Postkolonialismus vor, in der die historischen und analytischen Verflechtungen zwischen Rassismus und [...]