#5 ReprÆsentationen: Gespräch mit Andela B. Sylvie Laure Bambona

#Die Stadt Umdenken – Repenser la ville #5_ Repræsentationen Gespräch mit Andela B. Sylvie Laure Bambona Historikerin und Gymnasiallehrerin, Yaoundé, Kamerun   Das Interview wurde von Tania Mancheno geführt Übersetzung aus dem Französischen von Tania Mancheno und Noemi Calixte       TM: Könnten Sie kurz einige Kernpunkte der deutschen Kolonialgeschichte in Kamerun erwähnen? Sind die Überreste der deutschen Besatzungszeit aus dem späten 19. Jahrhundert vor Ort noch heute vorhanden? AS: Ja, die Überreste, die verschiedene Zeugnisse der Besetzung unseres Territoriums zwischen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhundert durch die Deutschen bilden, sind in großer Zahl immer noch [...]

Von |2019-04-15T13:03:22+00:00April 15th, 2019|Allgemein, Interview|0 Kommentare

#1 ReprÆsentationen: An Interview with Flower Manase – Curator of the National Museum of Tanzania in Dar-Es-Salaam

Die Stadt Umdenken_Repenser la ville_ Ein Projekt des Virtuellen Partizipationslabors Postkoloniales Erbe Autorin: Tania Mancheno   “People should note that history is always in circular motion.” Macheno: At our meeting in Hamburg last February, you talked about a social requirement to rethink the museum in terms of a place of history (as a space for remembrance), in as much as a current living space. You mentioned that museums need a culture that values the public space and one which opens the museum to a diverse public. To what extend does this change mean to abandon the classic idea we had [...]

Kolonialismus ist kein Spiel

Die Verantwortlichen für das Humboldt-Forum haben noch nicht verstanden, welche Objekte sie zeigen wollen. Von Jürgen Zimmerer, erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 9.8.2017 Download: Artikel (PDF) Der Streit um Deutschlands koloniales Erbe ist eine der zentralen Identitätsdebatten der Gegenwart. Seit zwei Jahren ringt Deutschland unter den Augen der Weltöffentlichkeit um den richtigen Umgang mit dem Völkermord an den Herero und Nama im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika (Namibia). Nun ist auch das Berliner Humboldt-Forum zu den Gegenständen der Debatte hinzugekommen. Postkoloniale Kritik an diesem Vorhaben der Bundeskulturpolitik wird zwar schon seit Jahren geäußert. Aber der Eklat um den Rückzug der Kunsthistorikerin Benedicte [...]

Von |2017-11-15T09:14:08+00:00November 15th, 2017|Allgemein|0 Kommentare

#6 Nachwort: Joshua Kwesi Aikins – Die Dekolonisierung des Stadtbildes: Straßennamen zwischen Kolonialnostalgie und Perspektivumkehr

Alexander Gischler CC-BY-NC-SA 4.0 Die Podcastreihe #Nachwort präsentiert diese Woche ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Joshua Kwesi Aikins (Berlin/Kassel). Wie schon in seiner Vorlesung erörterte er die verschiedenen historischen Schichten der Stadt Berlin, wobei gerade das Afrikanische Viertel in Berlin für die Erinnerung an die deutsche Kolonialgeschichte besonders prägend ist. Das koloniale Bild von Afrika, welches in der Stadtlandschaft vermittelt wird, wurde jedoch von verschiedenen lokalen Gruppierungen als Ressource umgedeutet. So entwickelte etwa  das Bezirksamt Berlin-Mitte als Beitrag zu einer aktiven Erinnerungskultur eine digitale Karte mit Texten und Tonaufnahmen als Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel. Beraten von der [...]

#6 Was bedeutet Hamburg für Dich? Interview mit Natalie Lazar. Ein Audio-Spaziergang zu kolonialen Erinnerungsorten

© Natalie Lazar Die Podcastreihe „Was bedeutet Hamburg für Dich?“ präsentiert diese Woche ihren #6 und letzten Beitrag – ein Interview mit der Dramaturgin und Autorin Natalie Lazar. Natalie Lazar lebte in verschiedenen europäischen Ländern, bevor sie zurück nach Norddeutschland kam und nach Hamburg zog. Als Literaturwissenschaftlerin und Politologin arbeitet Lazar seit 2012 im Bereich Theater. In ihren Arbeiten und Projekten beschäftigt sie sich immer wieder mit der Suche nach Identität und Zugehörigkeit. Dabei kommen Sprache und (Erinnerungs-)Orten eine besondere Rolle zu, und die Frage danach, ob und wie sie Verbindungen entstehen lassen können oder diese verweigern. Im Gespräch [...]

#5 Nachwort: Prof. Dr. Ulrich Mücke – Liberaler Rassismus. Der Altonaer Kaufmann Heinrich Witt und die (post-)koloniale Welt des 19. Jahrhunderts

Mara Brede CC-BY-NC-SA 4.0 Im #5 Nachwort sprechen wir mit Prof. Dr. Ulrich Mücke (Hamburg) über den deutschen Kolonialismus jenseits von Afrika und Asien und jenseits formaler ‚Schutzgebiete‘. Auf dem lateinamerikanischen Kontinent begann der europäische Kolonialismus und die frühe Globalisierung zudem bereits im 15. und 16. Jahrhundert. Wir betten die Biographie des norddeutschen Heinrich Witts wird in diesen Kontext ein, und diskutieren die Privilegien, Machtmechanismen und die Gewaltstrukturen, die seine Migration im 19. Jahrhundert nach Lima (Peru) ermöglichten. Dazu schlägt Prof. Mücke eine Definition von Postkolonialismus vor, in der die historischen und analytischen Verflechtungen zwischen Rassismus und [...]

#4 Nachwort: Interview mit Prof. Dr. em. Wolfgang Reinhard – Europa oder China – wo liegt die Mitte der Welt? Ethnozentrische Borniertheit und ihre Überwindung

Alexander Gischler CC-BY-NC-SA 4.0 Der Anspruch die „Mitte der Welt“ zu sein, wird sowohl von Europa als auch von China erhoben. Dieser Selbstverortung gehen wir im #4 Nachwort mit Prof. Dr. Wolfgang Reinhard (Freiburg) nach. Es stellt sich darüber hinaus die Frage einer Verortung Chinas zwischen Kolonie und Kolonialmacht, bei der u.a. die historischen Beziehungen zwischen Deutschland und China diskutiert werden. Wie präsent ist die deutsche Kolonialbesetzung in der chinesischen Nationalgeschichte? Welche Rolle spielten die Jesuiten in China und wird im öffentlichen Raum in chinesischen Städten an sie erinnert? Prof. Reinhard spricht über Eurozentrismus, Ethnozentrismus, Universalismusanspüche und [...]

#5 Was bedeutet Hamburg für Dich? Interview mit Ali Fathi. Ein Audio-Spaziergang zu kolonialen Erinnerungsorten

© Ali Fathi Unser Audio-Spaziergang „Was bedeutet Hamburg für Dich?“ präsentiert diese Woche ein Interview mit dem Kommunikationswissenschaftler Dr. Ali Fathi. In dem Interview werden weitere koloniale Landschaften Hamburgs entdeckt. Fathi erzählt aus seiner Biographie, die ihn aus dem Iran nach Hamburg führte. Wir sprechen über Flucht und das Ankommen in der Hafenstadt, in der ein harmonisches Leben vor allem für das Investitionsklima wertvoll ist. Wie wird Migration in der Stadt erinnert? Die Geschichte einer Migration nach Hamburg verortet Fathi ab dem 15. Jahrhundert. Hierzu entziffert er die hinterlassenen migrantischen und kolonialen Spuren im urbanen Raum.  Dr. Fathi ist systemischer Coach und Experte für Antirassismus und Antidiskriminierung. Er ist [...]

#3 Nachwort: Interview mit Prof. Dr. Dirk van Laak – Die Repräsentation von Kolonialgeschichte und das Hamburger Hafenmuseum

Mara Brede CC-BY-NC-SA 4.0 Im #3 Nachwort führt mein Kollegen Kim Todzi ein Interview mit Herrn Prof. Dr. van Laak, nach dessen Vortrag zum„Hamburger Hafen in Welthandel und Globalisierung“. Schwerpunktmäßig wird dabei ein sehr aktuelles Thema behandelt, welches über die Themenstellung der Vorlesung hinaus geht: Das zukünftige Hafenmuseum. Was ist die Rolle eines Museums in der kollektiven Erinnerung? Inwiefern reproduziert ein Museum die traditionelle Erinnerungspolitik des Nationalstaats und inwiefern ist ein Museum gerade der Ort, wo kollektive Erinnerung und geteilte Amnesielücken herausgefordert werden? Zentral ist hierbei die Dimension der Diskussion über die Aufarbeitung des Kolonialismus. Diese wird [...]

#4 Was bedeutet Hamburg für Dich? Interview mit Soledad Granada. Ein Audio-Spaziergang zu kolonialen Erinnerungsorten.

© Soledad Granada Unser Audio-Spaziergang „Was bedeutet Hamburg für Dich?“ präsentiert diese Woche ein Interview mit der Sozialwissenschaftlerin und Friedensaktivistin Soledad Granada. Das Interview wird auf Englisch geführt. Als gebürtige Kolumbianerin lebt Frau Granada seit 2013 in Hamburg. In dieser kurzen Zeit hat sie bereits einige wichtigen Ereignisse in der Stadt begleitet und mitgestaltet. Inhalt ihrer akademischen und aktivistischen Arbeit ist der Frieden in der Postkriegsgesellschaft. Im Gespräch werden zentrale Assoziierungen benannt, die einen Einstieg in das postkoloniale Verständnis der Stadt erleichtern. Die Mobilität in der Stadt wird zusammen mit dem Recht auf Bewegungsfreiheit gedacht und die kollektive Erinnerung [...]