„Die Rückgabe ist unumgänglich“ – Deutschlandfunk Kultur: Fazit berichtet über unsere öffentliche Debatte zu den Benin-Bronzen mit Prof. Dr. Osarhieme Benson Osadolor und Prof. Dr. Jürgen Zimmerer

Unsere öffentliche Debatte "Displayed-Displaced. Towards a Postcolonial History of the Benin Bronzes" im Rahmen unseres nigerianisch-deutschen Projektworkshops zu den Benin-Bronzen und die Globalisierung des kolonialen Kunstraubes fand regen Anklang. Auch einen ersten Medienbericht gab es noch am Abend des 24.4.2019. Der Kulturjournalist Axel Schröder berichtet von einer durchweg gelungenen Veranstaltung, in der der nigerianische Gast die Bedeutung der Bronzen nicht nur als Kunstobjekte, sondern für Geschichtsschreibung und Identität in Nigeria herausarbeite. Auch die Notwendigkeit einer Dekolonisierung der Debatten um die Restitution der Benin-Objekte kam in der Diskussion zwischen Prof. Dr. Osadolor und Prof. Dr. Zimmerer zu Sprache, die nicht von [...]

Von |2019-08-27T14:02:42+00:00April 30th, 2019|Presseschau|0 Kommentare

Displaced / Displayed. Towards a Postcolonial History of the Benin Bronzes (24.4.2019)

German version below On April 24th, the public discussion “Displaced / Displayed. Towards a Postcolonial History of the Benin Bronzes” at the research center “Hamburg’s (post-)colonial legacy” will launch our systematic research of the looting and trade of the Benin Bronzes from Hamburg to all over Europe. Together with Prof. Dr. Osarhieme Benson Osadolor (University of Benin, Nigeria), project leader Prof. Dr. Jürgen Zimmerer will discuss questions of dealing with and researching looted art from colonial contexts. In addition to practices of looting, we will discuss the history and meaning of the Benin Bronzes, especially those to be displayed at [...]

Von |2019-04-30T07:43:58+00:00April 4th, 2019|Allgemein, Termine|0 Kommentare

Tagungsbericht: „Die Säule von Cape Cross – Koloniale Objekte und historische Gerechtigkeit“ im Deutschen Historischen Museum, Berlin, am 7.6.2018

Von Hannah Feder Unter dem Titel „Die Säule von Cape Cross – Koloniale Objekte und historische Gerechtigkeit“ fand sich eine Gruppe von Expertinnen und Experten aus Politik, Universitäten und Museen aus Afrika und Europa zusammen, um im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums (DHM) zu diskutieren, was mit einer steinernen Wappensäule, die in kolonialen Kontexten in die Bestände des DHM gelangte, geschehen soll. Das DHM steht schon seit geraumer Zeit in Kritik für die Darstellung des (deutschen) Kolonialismus in der Dauerausstellung des Hauses[1]. Auch nach der Sonderausstellung „Deutscher Kolonialismus. Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart“ 2016/17 bleibt die Dauerausstellung und damit auch [...]

Von |2018-10-09T08:37:10+00:00Oktober 9th, 2018|Allgemein|0 Kommentare

Unrechtmäßige Erwerbungen kolonialer Objekte: stellt sich Deutschland seinen Gedächtnislücken, fragt Le Monde unsere Mitarbeiter

Die aktuelle Diskussion um Raubkunst, Restitution und den adäquaten Umgang mit Objekten aus kolonialen Kontexten in deutschen Museen und Sammlungen wird auch außerhalb von Deutschland verfolgt. Anlässlich der Eröffnung der neuen Ausstellung „Werkstatt Prolog“ im Leipziger Grassi Museum, nimmt Le Monde die klaffenden „Gedächtnislücken“ und Initiativen zur Forcierung kolonialer Provenienzforschung ins Visier und hat dazu u.a. Prof. Dr. Jürgen Zimmerer und Jean Ndzodo Awono, Mitarbeiter in unserem Provenienzforschungsprojekt am Bremer Übersee-Museum, interviewt. Zimmerer konstatiert, dass die Mehrheit der Museen und Sammlungen nicht genau wüsste, was alles in ihrem Besitz sei und ortet Desinteresse an kolononialer Provenienzforschung: « Les travaux sur les [...]

Von |2018-09-27T08:10:59+00:00September 27th, 2018|Allgemein|0 Kommentare

„Man lässt ja auch nicht die Erben von Gurlitt selbst erforschen, wie der Erwerbungskontext seiner Sammlungen war…“ – Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Interview mit Deutschlandfunk

Prof. Dr. Jürgen Zimmerer plädiert in einem ausführlichen Interview mit dem Deutschlandfunk für eine unabhängige Aufarbeitung der Aneignungsgeschichte kolonialer Sammlungen und berichtet von seinen Erfahrungen, die postkoloniale Provenienzforschung auf ein tragfähiges theoretisches Niveau zu heben. Am 29. April 2018 widmete sich Deutschlandfunk in der Sendung „Wissenschaft im Brennpunkt“ der zögerlichen Aufarbeitung des kolonialen Erbes in deutschen Museen und Sammlungen. Im lnterview betonte Prof. Dr. Jürgen Zimmerer, dass „die Frage der Provenienz kolonialer Objekte eine sehr drängende" sei, und berichtet von den unter seiner Ägide stehenden Projekten. Das politische Bewusstsein für die Verantwortung und Problematik, die mit dem Besitz kolonialer Objekte [...]

Von |2018-05-14T12:16:57+00:00Mai 14th, 2018|Allgemein, Interview|0 Kommentare

„Wir suchen die Handelswege“: Prof. Dr. Jürgen Zimmerer über Provenienzforschung in Hamburg

Im Interview mit der taz spricht Prof. Dr. Jürgen Zimmerer über Provenienzforschung in Hamburg, Kolonialismus und Raubkunst. Das bewilligte Großprojekt zur Erforschung der "Benin-Bronzen" könnte "zu einem internationalen Leuchtturmprojekt werden", so Zimmerer. Diese Bronzen seien ein „Hinweis auf kulturelle Höchstleistungen in Afrika, die man im Zuge des Kolonialismus nicht wahrhaben wollte. Sie sind kulturell enorm wertvoll und auch deshalb interessant, weil sie für koloniale Raubkunst stehen", erläutert er. An die 4000 Bronzen befinden sich in  Museen des Globalen Nordens. Aufgrund ihrer ästhetischen Hochwertigkeit gehören die wertvollen Objekte stets zum Kernbestand der Sammlungen - sei es im British Museum oder dem [...]

Von |2017-09-01T11:29:49+00:00August 31st, 2017|Allgemein, Interview|0 Kommentare

Der Kolonialismus ist kein Spiel

Das Humboldt-Forum sollte einen Beitrag leisten für Wissenschaft und Bildung in einer postkolonialen Welt, fordert Prof. Dr. Jürgen Zimmerer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Den Eklat, den Bénédictine Savoys jüngst geäußerte Fundamentalkritik am Humboldt-Forum und ihr Ausstieg aus dem Expertenbeirat gezeitigt haben, greift er in einem langen Kommentar auf, um den dringenden Diskussionsbedarf über symptomatische blinde Flecken aufzuzeigen und daran zu erinnern, dass dekoloniale Aufarbeitung kein Nullsummenspiel ist. Zimmerer erachtet es als hochproblematisch, dass die Verantwortlichen seit Jahren Kritik ignorieren und die Bedeutung des (deutschen) Kolonialismus für das Humboldt-Forum kleinreden: Der Kunsthistoriker und Ko-Intendant Horst Bredekamp bagatellisierte etwa in [...]

Von |2017-11-20T12:19:00+00:00August 16th, 2017|Allgemein|0 Kommentare

Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Interview: „Das Humboldt-Forum muss einen neuen Weg gehen“

"Es ist der koloniale Kern des Humboldt-Forums, mit dem man sich auseinandersetzen muss - und das geschieht viel zu wenig", sagte Prof. Dr. Jürgen Zimmerer im Interview mit NDR Kultur. Nach Bénédictine Savoys Fundamentalkritik am Humboldt-Forum, die er nachvollziehen kann, ruft Zimmerer ins Gedächtnis, dass nicht nur um die Auseinandersetzung mit den Erwerbungskontexten von Objekten Not tut. Ethnologische Sammlungen zeugen zudem von einer ganz besonderen Art, "historisch gesehen auf die Welt zu gucken, und die muss man mitreflektieren. Man kann nicht einfach die Tradition des eurozentrischen Blicks fortschreiben", mahnt Zimmerer. Gerade im Fall des Humboldt-Forums reicht daher seiner Meinung nach [...]

Von |2017-08-03T10:53:55+00:00August 3rd, 2017|Allgemein|0 Kommentare

Video: Dunkles Erbe des Kolonialismus – Die Erben der Herero verklagen Deutschland

Die ARD „ttt-titel, thesen, temperamente“ berichtete über unsere Arbeit. Es geht um Schuld, Geld, Recht und um unseren Umgang mit dem kolonialen Erbe. In seiner Sendung zur laufenden Sammelklage von Vertreter*innen der Herero und Nama gegen die Bundesrepublik Deutschland aus Anlass der für den 21.7. angesetzten Anhörung in New York interviewte „Das Erste“ Prof. Dr. Jürgen Zimmerer und berichtete u.a. über unser gemeinsames Projekt zur Provenienz kolonialer Sammlungen am Bremer Überseemuseum. Es freut uns, dass unsere Arbeit als Beitrag zur Aufarbeitung und Aussöhnung dieses Kapitels deutscher Geschichte gewürdigt wurde. Prof. Dr. Zimmerer wies zudem darauf hin, dass eine Auseinandersetzung mit [...]

Von |2017-07-07T09:29:40+00:00Juli 7th, 2017|Allgemein, Video|0 Kommentare

Tagungsbericht: „Provenienzforschung zu ethnologischen Sammlungen der Kolonialzeit“ 07.–08.04.2017, Museum Fünf Kontinente München.

Von Christian Jarling Provenienzforschung ist en vogue! Im Rahmen der NS-Raub- und Beutekunst-Debatten hat sie sich bereits etabliert und institutionalisiert. Seit kurzem scheint sie aber auch die neue Antwort der, gerade aus postkolonialer Sicht, vielkritisierten ethnologischen Museen auf den Umgang mit dem eigenen kolonialen Erbe zu sein. Dabei muss berücksichtigt werden, dass Museums-Kurator*innen schon seit Jahrzehnten an Provenienzen einzelner Sammlungen arbeiten. Die Präsenz und öffentliche Wirkung vieler neuer Projekte verdeutlicht jedoch, dass das Offenlegen der Herkunftsgeschichten zahlreicher kolonialer Sammlungen sowie die reflektierte Betrachtung der eigenen Institutionengeschichte unerlässliche Bausteine sind, um sich der eigenen Vergangenheit zu stellen und sich neu zu [...]

Von |2017-06-20T13:48:18+00:00Juni 20th, 2017|Allgemein|0 Kommentare