#7 Nachwort: Prof. Dr. Oswald Masebo – Postcolonial Memory: A Shared Legacy: Tanzania-Germany

Alexander Gischler CC-BY-NC-SA 4.0 Unsere Podcastreihe #Nachwort endet diese Woche mit einem Interview des Historikers Prof. Dr. Oswald Masebo (Dar-es-Salam/Tansania). Das Interview bietet eine sehr gute Einführung in die Geschichte des deutschen Kolonialismus in Tansania. Nach der Berliner Kongokonferenz (1884-1885), in der die koloniale Aufteilung Afrikas durch europäische Kolonialmächte unternommen wurde, stand das Gebiet des heutigen Tansanias von 1885 bis 1918 als „Deutsch-Ostafrika“ unter deutscher Kolonialverwaltung.. Im Interview zeichnet Prof. Masebo diesen Teil der deutschen Kolonial- und Gewaltgeschichte am Beispiel Dar-es-Salams nach. Er erklärt, wie die koloniale Aufteilung des Kontinents in der rassistischen Planung der Stadt reproduziert [...]

#6 Nachwort: Joshua Kwesi Aikins – Die Dekolonisierung des Stadtbildes: Straßennamen zwischen Kolonialnostalgie und Perspektivumkehr

Alexander Gischler CC-BY-NC-SA 4.0 Die Podcastreihe #Nachwort präsentiert diese Woche ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Joshua Kwesi Aikins (Berlin/Kassel). Wie schon in seiner Vorlesung erörterte er die verschiedenen historischen Schichten der Stadt Berlin, wobei gerade das Afrikanische Viertel in Berlin für die Erinnerung an die deutsche Kolonialgeschichte besonders prägend ist. Das koloniale Bild von Afrika, welches in der Stadtlandschaft vermittelt wird, wurde jedoch von verschiedenen lokalen Gruppierungen als Ressource umgedeutet. So entwickelte etwa  das Bezirksamt Berlin-Mitte als Beitrag zu einer aktiven Erinnerungskultur eine digitale Karte mit Texten und Tonaufnahmen als Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel. Beraten von der [...]

#6 Was bedeutet Hamburg für Dich? Interview mit Natalie Lazar. Ein Audio-Spaziergang zu kolonialen Erinnerungsorten

© Natalie Lazar Die Podcastreihe „Was bedeutet Hamburg für Dich?“ präsentiert diese Woche ihren #6 und letzten Beitrag – ein Interview mit der Dramaturgin und Autorin Natalie Lazar. Natalie Lazar lebte in verschiedenen europäischen Ländern, bevor sie zurück nach Norddeutschland kam und nach Hamburg zog. Als Literaturwissenschaftlerin und Politologin arbeitet Lazar seit 2012 im Bereich Theater. In ihren Arbeiten und Projekten beschäftigt sie sich immer wieder mit der Suche nach Identität und Zugehörigkeit. Dabei kommen Sprache und (Erinnerungs-)Orten eine besondere Rolle zu, und die Frage danach, ob und wie sie Verbindungen entstehen lassen können oder diese verweigern. Im Gespräch [...]

#5 Nachwort: Prof. Dr. Ulrich Mücke – Liberaler Rassismus. Der Altonaer Kaufmann Heinrich Witt und die (post-)koloniale Welt des 19. Jahrhunderts

Mara Brede CC-BY-NC-SA 4.0 Im #5 Nachwort sprechen wir mit Prof. Dr. Ulrich Mücke (Hamburg) über den deutschen Kolonialismus jenseits von Afrika und Asien und jenseits formaler ‚Schutzgebiete‘. Auf dem lateinamerikanischen Kontinent begann der europäische Kolonialismus und die frühe Globalisierung zudem bereits im 15. und 16. Jahrhundert. Wir betten die Biographie des norddeutschen Heinrich Witts wird in diesen Kontext ein, und diskutieren die Privilegien, Machtmechanismen und die Gewaltstrukturen, die seine Migration im 19. Jahrhundert nach Lima (Peru) ermöglichten. Dazu schlägt Prof. Mücke eine Definition von Postkolonialismus vor, in der die historischen und analytischen Verflechtungen zwischen Rassismus und [...]

#4 Nachwort: Interview mit Prof. Dr. em. Wolfgang Reinhard – Europa oder China – wo liegt die Mitte der Welt? Ethnozentrische Borniertheit und ihre Überwindung

Alexander Gischler CC-BY-NC-SA 4.0 Der Anspruch die „Mitte der Welt“ zu sein, wird sowohl von Europa als auch von China erhoben. Dieser Selbstverortung gehen wir im #4 Nachwort mit Prof. Dr. Wolfgang Reinhard (Freiburg) nach. Es stellt sich darüber hinaus die Frage einer Verortung Chinas zwischen Kolonie und Kolonialmacht, bei der u.a. die historischen Beziehungen zwischen Deutschland und China diskutiert werden. Wie präsent ist die deutsche Kolonialbesetzung in der chinesischen Nationalgeschichte? Welche Rolle spielten die Jesuiten in China und wird im öffentlichen Raum in chinesischen Städten an sie erinnert? Prof. Reinhard spricht über Eurozentrismus, Ethnozentrismus, Universalismusanspüche und [...]

#5 Was bedeutet Hamburg für Dich? Interview mit Ali Fathi. Ein Audio-Spaziergang zu kolonialen Erinnerungsorten

© Ali Fathi Unser Audio-Spaziergang „Was bedeutet Hamburg für Dich?“ präsentiert diese Woche ein Interview mit dem Kommunikationswissenschaftler Dr. Ali Fathi. In dem Interview werden weitere koloniale Landschaften Hamburgs entdeckt. Fathi erzählt aus seiner Biographie, die ihn aus dem Iran nach Hamburg führte. Wir sprechen über Flucht und das Ankommen in der Hafenstadt, in der ein harmonisches Leben vor allem für das Investitionsklima wertvoll ist. Wie wird Migration in der Stadt erinnert? Die Geschichte einer Migration nach Hamburg verortet Fathi ab dem 15. Jahrhundert. Hierzu entziffert er die hinterlassenen migrantischen und kolonialen Spuren im urbanen Raum.  Dr. Fathi ist systemischer Coach und Experte für Antirassismus und Antidiskriminierung. Er ist [...]

#3 Nachwort: Interview mit Prof. Dr. Dirk van Laak – Die Repräsentation von Kolonialgeschichte und das Hamburger Hafenmuseum

Mara Brede CC-BY-NC-SA 4.0 Im #3 Nachwort führt mein Kollegen Kim Todzi ein Interview mit Herrn Prof. Dr. van Laak, nach dessen Vortrag zum„Hamburger Hafen in Welthandel und Globalisierung“. Schwerpunktmäßig wird dabei ein sehr aktuelles Thema behandelt, welches über die Themenstellung der Vorlesung hinaus geht: Das zukünftige Hafenmuseum. Was ist die Rolle eines Museums in der kollektiven Erinnerung? Inwiefern reproduziert ein Museum die traditionelle Erinnerungspolitik des Nationalstaats und inwiefern ist ein Museum gerade der Ort, wo kollektive Erinnerung und geteilte Amnesielücken herausgefordert werden? Zentral ist hierbei die Dimension der Diskussion über die Aufarbeitung des Kolonialismus. Diese wird [...]

#4 Was bedeutet Hamburg für Dich? Interview mit Soledad Granada. Ein Audio-Spaziergang zu kolonialen Erinnerungsorten.

© Soledad Granada Unser Audio-Spaziergang „Was bedeutet Hamburg für Dich?“ präsentiert diese Woche ein Interview mit der Sozialwissenschaftlerin und Friedensaktivistin Soledad Granada. Das Interview wird auf Englisch geführt. Als gebürtige Kolumbianerin lebt Frau Granada seit 2013 in Hamburg. In dieser kurzen Zeit hat sie bereits einige wichtigen Ereignisse in der Stadt begleitet und mitgestaltet. Inhalt ihrer akademischen und aktivistischen Arbeit ist der Frieden in der Postkriegsgesellschaft. Im Gespräch werden zentrale Assoziierungen benannt, die einen Einstieg in das postkoloniale Verständnis der Stadt erleichtern. Die Mobilität in der Stadt wird zusammen mit dem Recht auf Bewegungsfreiheit gedacht und die kollektive Erinnerung [...]

#2 Nachwort: Interview mit Prof. Dr. Michael Zeuske über „Atlantic Slavery“ und Versklavungen im 21. Jahrhundert

Foto: Alexander Gischler CC-BY-NC-SA 4.0 Im #2 Nachwort sprechen wir mit Prof. Dr. Michael Zeuske über das schwierige und weitreichende Erbe der Versklavungen in den modernen europäischen Nationalstaaten. Wir interviewten ihn nach seinem Vortrag "Deutsche Sklavenhändler der Atlantic Slavery" (siehe Video) zu den spezifischen Sensibilitäten, die Geschichte der Versklavung unabhängig von der Frage der Hautfarbe zu erforschen. Gutes Zuhören, Tania Mancheno  #2 Nachwort: Interview mit Prof. Dr. Michael Zeuske über "Atlantic Slavery" und Versklavungen im 21. Jahrhundert ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

#2 Was bedeutet Hamburg für Dich? Interview mit Katharina Kellermann. Ein Audio-Spaziergang zu kolonialen Erinnerungsorten.

#Die_Stadt_Umdenken_Repenser_la_Ville Ein Projekt des Virtuellen Partizipationslabors Postkoloniales Erbe im Rahmen der HOOU Autorin: Tania Mancheno © Katharina Kellermann Die Podcastreihe "Was bedeutet Hamburg für dich?" präsentiert diese Woche ein Interview mit der Künstlerin und Aktivistin Katharina Kellermann. Das Interview behandelt die mögliche Rolle der Kunst in der Gestaltung alternativer Erinnerungskulturen im öffentlichen Raum, auch mit Gedanken, die uns aus dem urbanen Zentrum Hamburgs herausführen. Katharina Kellermann ist Teil des feministischen Kollektivs SWOOSH LIEU und des Graduiertenkollegs "Performing Citizenship" mit einem Forschungsprojekt zu "Sound als erinnerungskulturelles Medium". In diesem Rahmen hat sie eine akustische Kartierung des postkolonialen Hamburgs gestaltet, [...]